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Mundart-Kolumne über Online-SitzungenRiss di zemme, Körper-Geist-Dingsbums

Vor dem Computer im Homeoffice fühlt sich die Kolumnistin nicht mehr wie ein ganzer Mensch. Da bleibt ihr nur die Flucht in die Untiefen des World Wide Web.

Während der Videositzung driftet die Aufmerksamkeit schnell ab – etwa zu Werbung für romantische Iglu-Ferien.
Während der Videositzung driftet die Aufmerksamkeit schnell ab – etwa zu Werbung für romantische Iglu-Ferien.
Foto: zvg

Au kurz vor em erneute Knock-out isch es dringend wichtig, dass Mensch überall glichziitig chronisch involviert isch und am Ball bliibt. Wohlverstande nur en Teil vom Mensch. Dä, wo öppis Produktivs verrichtet. De Rest isch Steiziit. Also teilt sich de überlastet Mensch uuf und isch vom Hals ufwärts repräsentativ und vom Hals abwärts lebensmüed. Er grüblet no en Rest Schlafschmand us em Augewinkel, denn klickt de Finger uf «akzeptieren» und «zulassen».

De Finger mues veraalasse, dass Bild und Ton e koheränti Erschiinig vom Chopf ergänd, au wenn s Gsamtkonzept Körper-Geist-Dingsbums scho länger nümm richtig zemmehebt. «Riss di zemme», seit de Chopf zum Körper-Geist-Dingsbums und positioniert sich mittig im Bildschirmviereck. So usgrichtet, wird de Chopf vom Sitzigsmoderator au akzeptiert, und de Zuetritt wird ihm gewährt.

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