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Zwei Tote, eine Explosion und ein Querschläger

Am Rande der Spiele erschiesst die Polizei einen Dieb. Nahe der Ziellinie der Radstrecke sprengen Experten einen Rucksack und eine Gewehrkugel durchbohrt ein Pressezelt.

Nahe der Pressetribüne des Olympiaschauplatzes arbeitet ein Bombenentschärfungskommando. (6. August 2016).
Nahe der Pressetribüne des Olympiaschauplatzes arbeitet ein Bombenentschärfungskommando. (6. August 2016).
Javier Etxezarreta, Keystone
Ein unbeaufsichtigter Rucksack hatte das Entschärfungskommando auf den Plan gerufen.
Ein unbeaufsichtigter Rucksack hatte das Entschärfungskommando auf den Plan gerufen.
Javier Etxezarreta, Keystone
Nach der kontrollierten Explosion packen die Experten ihre Utensilien wieder ein.
Nach der kontrollierten Explosion packen die Experten ihre Utensilien wieder ein.
Victor R. Caivano, Keystone
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Am Rande der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro kommt es weiter zu schwerer Gewalt und Kriminalität: Die Polizei erschoss am Freitag nach eigenen Angaben beim Maracanã-Stadion, dem Ort der Eröffnungsfeier, einen Strassendieb. Der Mann habe Menschen am Stadion bestohlen und sei von einem Polizisten erschossen worden.

Wenige Stunde zuvor wurde eine Frau von drei bewaffneten Strassenräubern angegriffen. Als die 51-Jährige zu fliehen versuchte, sei ihr in den Kopf geschossen worden. Der Vorfall ereignete sich an einem der Zugänge zum bei Touristen beliebten Olympic Boulevard, eine für die Spiele verschönerte Hafenanlage.

Soldaten brachten am Ziel der Männer-Radrennstrecke an der Copacabana ein «Objekt» zur Explosion. Wie ein Funktionär sagte, hätten Sicherheitskräfte eine «Art Tasche» entdeckt, die verdächtig gewesen sei. Die kontrollierte Explosion sei aus Sicherheitsgründen erfolgt. Die Radfahrer waren zu dem Zeitpunkt noch rund hundert Kilometer vom Ziel entfernt. Ein Sicherheitssprecher bestätigte die kontrollierte Explosion. Ein unbeaufsichtigter Rucksack hatte das Entschärfungskommando auf den Plan gerufen.

Gewehrkugel im Pressezelt

Ein Schuss im olympischen Reitsportzentrum in Rio de Janeiro hat am Samstag kurzzeitig für Aufregung gesorgt. Im Pressezelt in Deodoro durchschlug am Mittag eine Gewehrkugel die Decke mit lautem Knall, wie der Sportinformationsdienst SID meldete.

Das Projektil mit dem Kaliber 5,56 Millimeter verfehlte eine Mitarbeiterin des neuseeländischen Teams und einen britischen Fotografen nur knapp. Die brasilianischen Organisatoren gaben anschliessend Entwarnung. Es handele sich um einen «Irrläufer», sagte Mario Andrada, Kommunikationsdirektor von Rio2016. Die Sicherheitsabteilung sei überzeugt, «dass es nichts mit Olympia oder einem Angriff auf Olympia zu tun hat und dass die Sicherheit aller nach wie vor gewährleistet ist».

Die genaue Herkunft des Projektils und seine Flugbahn seien allerdings noch nicht abschliessend geklärt, sagte Andrada. Die Untersuchungen liefen noch. Das Reitsportzentrum befindet sich auf einem militärischen Gelände nordöstlich von Rio de Janeiro, auf dem auch Schiessübungen stattfinden.

Die Sicherheitslage in der Stadt ist auch während der Olympischen Spiele weiter angespannt. Die hohe Kriminalitätsrate in Rio ist eine der grössten Sorgen der Olympia-Organisatoren. 88'000 Sicherheitskräfte sind derzeit in der Metropole im Einsatz und damit mehr als doppelt so viele wie bei den Spielen in London 2012.

AFP/nag/chk

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