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Aus Eisen wird Gold

Die ungarische Schwimmerin Katinka Hosszu lässt ihre Olympia-Dämonen hinter sich – und weckt mit ihrem Weltrekord neue.

32 WM- und EM-Medaillen gewann Katinka Hosszu, bevor ihr jetzt der Olympia-Coup gelang. Foto: Al Bello (Getty)
32 WM- und EM-Medaillen gewann Katinka Hosszu, bevor ihr jetzt der Olympia-Coup gelang. Foto: Al Bello (Getty)

Die Gesten wirkten wohlüberlegt. Katinka Hosszu hatte ja auch Zeit gehabt dafür, so deutlich hatte die Ungarin im Rennen über 400 Meter Lagen die Konkurrenz distanziert. Nicht nur die, auch die imaginäre Weltrekordlinie, der sie nicht eine Arm-, sondern eine ganze Körperlänge abnahm. Hosszu setzte sich lässig auf die Trennleine und wischte sich den imaginären Staub von den Schultern. In 4:26,36 Minuten hatte sie den Weltrekord pulverisiert. Um über zwei Sekunden unterbot sie die bisherige Bestmarke von Ye Shiwen. Die Chinesin hatte 2012 in London Hosszu mit ihrem Fabelrekord in eine schwere Sinnkrise gestürzt. Die Ungarin hatte an ihren dritten Spielen geglaubt, eine Chance auf Olympiagold zu haben. Als sich die 16-jährige Asiatin aber auf der abschliessenden Crawl­strecke an ihr vorbeipflügte, brach das Hosszu mental. Sie liess nach und verpasste gar Bronze, in den übrigen Rennen war sie chancenlos.

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