Logo – oder doch nicht?

Die brasilianische Fluggesellschaft Gol muss wegen Flügen in die USA ihren Namen ändern.

Boeing 737 Max in den Farben von Gol: Neue Flieger werden mit neuem Logo ausgeliefert.

Boeing 737 Max in den Farben von Gol: Neue Flieger werden mit neuem Logo ausgeliefert. Bild: Boeing

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Die Expansion ins Ausland eröffnet neue Möglichkeiten. Sie birgt aber auch Risiken – mitunter solche, an die man kaum denkt. Das musste Ford etwa 1971 erkennen, als der Autobauer den Mittelklassewagen Pinto in Brasilien einführen wollte. Im südamerikanischen Land bedeutet der Name so viel wie männliches Geschlechtsorgan.

Nokias Smartphone Lumia bekam Anfang der Zehnerjahre in Spanien Probleme, weil der Begriff dort eine Prostituierte umschreibt. Coca-Cola musste vor einigen Monaten seinen neuen Eistee von Fuzetea in Fusetea umbenennen, weil das Wort Fuze wie ein übles Wort für ein weibliches Geschlechtsorgan klingt.

Warum Ikeas Kinderbett Gutvik (ein Weiler in Norwegen) in Deutschland für Stirnrunzeln sorgte – genauso wie das Waschbecken Gutviken –, ist offensichtlich.

Falsche Aussprache

Ein ähnliches Problem hat nun auch Gol. Im November nimmt die brasilianische Fluggesellschaft erstmals Flüge in die USA auf. Und im Zusammenhang damit hat sie gemerkt, dass die Amerikaner Mühe mit ihrem Logo haben. Das O ist im 2015 neu eingeführten Auftritt mit einem Schatten versehen. Das soll die Verbindung zwischen Fluggesellschaft und Kunde symbolisieren. Menschen, welche die Airline noch nicht kennen, lesen das offenbar als Gool, und sprechen es etwa auf Englisch als Guul aus.

Darum passt Gol nun das Erscheinungsbild an, wie das Portal Airway mit Bezug auf eine interne Mitteilung meldet. Der graue Schatten hinter dem O rutscht ganz an das orange O heran. Auch auf den Flugzeugen wird die Änderung nach und nach vollzogen. Die erste Maschine mit dem revidierten Schriftzug wird die Boeing 737 Max 8 mit dem Kennzeichen PR-XME sein.

Das alte Gol-Logo auf einer Boeing. (se/Aerotelegraph.com)

Erstellt: 03.11.2018, 13:36 Uhr

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