British Airways führt fixe Rückenlehnen ein

Auf Europaflügen können Passagiere die Sitze nicht mehr zurückklappen, British Airways installiert im neuen Airbus Sessel mit fixer Rückenlehne.

Schlafende Passagierin: British Airways verspricht allen eine angenehme Reise. Foto: Depositphotos

Schlafende Passagierin: British Airways verspricht allen eine angenehme Reise. Foto: Depositphotos

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Das Produkt wurde zu einem Welterfolg. Vor drei Jahren brach an Bord eines Flugzeuges von United Airlines ein Streit aus. Ein Passagier hatte Knee Defender (Knieschützer) installiert. Das sind Klammern, die man am herunterklappbaren Tisch befestigt und die verhindern, dass der vorne sitzende Passagier seine Lehne zurückklappen kann. Das passte auf dem United-Flug dem vorne Reisenden nicht – er wehrte sich lauthals. Als der Fall publik wurde, gingen die Verkäufe von Knee Defendern durch die Decke.

Umfragen haben denn auch schon wiederholt gezeigt, dass es zu den grössten Ärgernissen von Reisenden gehört, wenn der vorne Sitzende seinen Sitz zurückklappt. Denn der Platz in der Economy Class ist begrenzt. Umso schlimmer ist es, wenn jemand anders ihn noch verkleinert – indem er zum Beispiel die Rückenlehne zurückstellt. Obwohl das viele ärgert, tun sie es aber selbst auch.

Fixer Winkel der Rückenlehne

Dem schiebt British Airways nun einen Riegel vor. Die Fluggesellschaft wird in ihre 35 Airbus A320 Neo und A321 Neo Sitze einbauen, die sich nicht nach hinten klappen lassen, wie die Zeitung «The Sunday Times» berichtet. Die Maschinen für den Europaverkehr werden ab diesem Jahr ausgeliefert. «Die neuen Flugzeuge haben brandneue Sitze, die eine leichte Neigung aufweisen, sodass alle Passagiere eine angenehme Reise haben können», bestätigt eine Sprecherin.

Kritiker werfen British Airways aber vor, sich immer mehr den Billigfliegern anzunähern. Easyjet und Ryanair sind schon seit langem mit fixen Rückenlehnen unterwegs. Bereits der Entscheid der Briten, kein Gratisessen mehr zu servieren, wurde kritisiert. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 13.01.2018, 17:59 Uhr

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