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Eine fast vergessene Diva

Das Ärmighorn ist ein Voralpengipfel, an dem Klettergeschichte stattfand. Und doch geriet es in Vergessenheit. Umso mehr lohnt sich ein Besuch.

Die erste Seillänge in der Südwand-Route “Chalt und Neu” (6b): von der Sonnenterrasse gehts gleich steil los.
Die erste Seillänge in der Südwand-Route “Chalt und Neu” (6b): von der Sonnenterrasse gehts gleich steil los.
Bernard van Dierendonck
Über einige steile Grashänge und den Südwestgrat gelangt man auf die Sonnenterrasse am Fusse der Südwand.
Über einige steile Grashänge und den Südwestgrat gelangt man auf die Sonnenterrasse am Fusse der Südwand.
Bernard van Dierendonck
Über die ersten Seillängen des Südwestgrats gelangt man den Fuss der Südwand. Wer eine leichtere Genusskletterei sucht, kann auch den Südwestgrat bis zum Gipfel verfolgen (5c).
Über die ersten Seillängen des Südwestgrats gelangt man den Fuss der Südwand. Wer eine leichtere Genusskletterei sucht, kann auch den Südwestgrat bis zum Gipfel verfolgen (5c).
Bernard van Dierendonck
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Voralpengipfel haben es nicht leicht. Sie klingen wie Vorspiel, Hauptprobe oder Übungsgelände, bevor man sich in die richtigen Alpengipfel mit Wechten und Gletschern wagt. Und manchmal gehen sie sogar fast vergessen – so erging es dem Ärmighorn. Schon lange ist die ­Seilbahn zur beschaulichen Alp Giesene nicht mehr in Betrieb, weshalb man den ganzen Weg von Mitholz im Tal zu Fuss hochsteigen muss, bis man endlich die rund 200 Meter hohe Südwand klettern kann, die auf einem Vorgipfel des Ärmighorns endet. Früher wurde diese Wand rege besucht, heute verirrt sich immer seltener eine Seilschaft hier hoch. Dabei ist der Kalkfels wunderbar strukturiert, bietet grosse Griffe, die Schwierigkeiten sind meist anhaltend und angenehm fordernd.

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