Badeferien: Ägypten auf Erholungskurs

Die ägyptische Tourismusindustrie versucht mit Tiefstpreisen, ausländische Badegäste anzulocken.

In fetten Jahren verkehrten pro Woche bis zu 36 Flugzeuge zwischen der Schweiz und Ägypten: Taucher im Roten Meer vor Sharm al-Sheikh. Foto: Keystone

In fetten Jahren verkehrten pro Woche bis zu 36 Flugzeuge zwischen der Schweiz und Ägypten: Taucher im Roten Meer vor Sharm al-Sheikh. Foto: Keystone

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Die schwer gebeutelte Tourismusdestination Ägypten scheint allmählich zu genesen. Die deutsche FTI Group, die mit ihrer Basler Tochter FTI Touristik auch auf dem Schweizer Reisemarkt tätig ist, sieht in einer Pressemitteilung Licht am Ende des Tunnels: «Die Nachfrage während der Sommersaison steigt kontinuierlich», wird Ralph Schiller, Managing Director der FTI Group, zitiert. «Vor allem für die Destination El Gouna sind die Zahlen sehr stabil.»

Das Land der Pharaonen geriet nach diversen terroristischen Anschlägen in Misskredit. Nicht nur das Geschäft im Badeort Sharm al-Sheikh auf der Sinaihalbinsel brach zeitweise völlig ein. Die ägyptische Tourismusindustrie versucht mit Tiefstpreisen, ausländische Badegäste anzulocken. «Kaum ein anderes Ferienland verfügt derzeit über ein derart attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis», konstatiert Sibylle Bloch, Managing Director Product bei FTI Schweiz.

Der Veranstalter, der hierzulande stark im Badeferiengeschäft ist, hat sein Winterprogramm 16/17 bereits aufgeschaltet. Pro Woche organisiert FTI ab 1. November 68 Flüge von Deutschland, Österreich und der Schweiz ans Rote Meer und nach Luxor. FTI fliegt ab Zürich und Basel mit Air Berlin am Samstag und Sonntag. Etwas weniger rosig beurteilt TUI Suisse die Lage. «Im Vergleich zum Vorjahr liegen wir bei den Ägypten-Buchungen immer noch klar im Minus», sagt Bianca Schmidt, Pressesprecherin von TUI Suisse. «Es lief aber auch schon schlechter.»

TUI, Europas grösster Reiseveranstalter, setzt für die Zukunft trotz allem auf Ägypten. Schmidt: «Als Surf- und Taucherdestination ist Hurghada unverzichtbar. Deshalb eröffnen wir dort im nächsten Winter mit dem Best Family Jaz Bluemarine ein eigenes neues Hotel.»

TUI baut Angebot auf Kapverden aus

Ägypten war für alle im Massengeschäft tätigen Reiseveranstalter im Winterhalbjahr stets das wichtigste und ertragreichste Zielgebiet. In fetten Jahren verkehrten pro Woche bis zu 36 Flugzeuge zwischen der Schweiz und dem Land am Nil. Längst haben die Branchenriesen Ausweichdestinationen gefunden. TUI zum Beispiel forciert die Kapverden und wird kommenden Winter zwei weitere eigene Hotels auf der Inselgruppe vor Westafrika eröffnen. Und ab 2. November fliegt TUI mit einer Maschine der hauseigenen Airline Tuifly jeden Mittwoch von Basel zu den Kapverden-Inseln Sal und Boavista.

www.fti.ch, www.tui.ch (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 21.06.2016, 15:45 Uhr

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