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«Gault Millau» verzögert sichPunkte gibt es erst im November

Weil die Tester des beliebten Gastroguides in Verzug sind, werden die Küchenchefs dieses Jahr erst später ausgezeichnet – wenn keine zweite Corona-Welle kommt.

Tanja Grandits bei der letztjährigen Preisverleihung des «Gault Millau» Anfang Oktober 2019 im Restaurant Stucki in Basel.
Tanja Grandits bei der letztjährigen Preisverleihung des «Gault Millau» Anfang Oktober 2019 im Restaurant Stucki in Basel.
Foto: Nicole Pont

Tanja Grandits bleibt länger «Koch des Jahres» als üblich. Statt nach zwölf wird sie erst nach fast vierzehn Monaten abgelöst.

Bekanntlich waren wegen der Corona-Pandemie die Restaurants schweizweit geschlossen – und so konnten auch die Testesser des «Gault Millau» keine Gastlokale besuchen. «Sie sind aber bereits wieder unterwegs», schreibt der Chef des Gastroguides, Urs Heller, auf Anfrage.

Das Gastgewerbe habe Support nötig

Normalerweise wird das kommentierte Punkteverzeichnis mit über 800 Adressen Anfang Oktober auf den Markt gebracht. Dieses Jahr werde der Guide «mit etwas Verspätung, nämlich erst Mitte November» erscheinen, so Heller. Da das Gastgewerbe von Einnahmeeinbussen stark betroffen sei, bräuchten die ausgezeichneten Küchenchefs und Küchenchefinnen «besonders viel Support». Darum stelle man auf dem Online-Channel während hundert Tagen das aktuelle Angebot von hundert Restaurants vor.

Eine kleine Einschränkung macht Urs Heller dann doch: «Kommt eine zweite Welle, müssen wir nochmals über die Bücher.» Dann dürften die Feierlichkeiten, in aller Regel ausgerichtet vom neuen «Koch des Jahres», noch später stattfinden. (Sehen Sie hier, was es letztes Jahr an der Preisverleihung für die geladenen Gäste zu essen gab.)