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Start in Berner MusikschulenPräsenzunterricht mit Auflagen

Seit Montag darf an den Berner Musikschulen wieder unterrichtet werden – allerdings nur in Kleingruppen und unter Auflagen. So sehen die detaillierten Schutzkonzepte aus.

Wer ein Blasinstrument spielt, muss im Präsenzunterricht spezielle Regeln beachten.
Wer ein Blasinstrument spielt, muss im Präsenzunterricht spezielle Regeln beachten.
Symbolfoto: Christian Beutler (Keystone)


Nun klingt es wieder in den Berner Musikschulen. Nach achtwöchiger Corona-Pause konnte der Präsenzunterricht am Montag wieder aufgenommen werden. Vorerst gilt die Lockerung allerdings nur für Einzelpersonen und Kleingruppen. Und es gibt einige Neuerungen, an die sich Klein und Gross werden gewöhnen müssen.

Wie im öffentlichen Leben gelten nämlich auch im Musikunterricht fortan strenge Spielregeln. Zur Sicherheit von Lehrpersonen, Schülerinnen und Schülern haben die Berner Musikschulen umfassende Schutzkonzepte ausgearbeitet (zum Teil sind sie auf den Websites der jeweiligen Musikschulen aufgeschaltet). Nur wenn alle sich an die vorgeschlagenen Massnahmen halten würden, könne ein ausreichender Schutz vor Ansteckung gewährleistet werden, schreibt das Konservatorium Bern.

Keine Instrumente tauschen

Personen mit Symptomen wie Husten, Niesen, Halschmerzen, Fieber oder plötzlichem Verlust des Geruchs- oder Geschmackssinns dürfen künftig das Konsi nicht betreten oder werden gegebenenfalls nach Hause geschickt. Eine Pflicht für alle ist es, sich beim Eintreten ins Gebäude die Hände zu desinfizieren, Desinfektionsmittel stehen beim Eingang sowie in jedem Unterrichtsraum zur Verfügung. Händeschütteln ist aber generell verboten. Dagegen steht jedem frei, im Unterricht eine Maske zu tragen. Schülerinnen und Schülern, die auf Konsi-eigenen Unterrichtsinstrumenten spielen – wie etwa Klavier, Kontrabass oder Harfe – wird das Tragen einer Schutzmaske jedoch empfohlen (sie ist indes selber mitzubringen).

Während des Unterrichts muss zwischen Lehrperson und Schüler ein Sicherheitsabstand von zwei Metern eingehalten werden. Der Instrumententausch – zum Beispiel für das Stimmen der Geige – ist untersagt, Ausnahmen dürften nur bei den Kleinsten gemacht werden.

Strenge Regeln für Bläser

Für Schülerinnen und Schüler mit einem Blasinstrument sind die Auflagen im Präsenzunterricht noch etwas komplexer. Die Musikschule Zollikofen-Bremgarten weist in ihrem Schutzkonzept explizit darauf hin, dass die Entwässerung der Blechblasinstrumente nicht auf den Boden stattfinden darf. Den Lehrpersonen obliegt es, zu entscheiden, wie die Flüssigkeit entsorgt wird. Hände waschen respektive desinfizieren vor und nach dem Unterricht ist auch hier Pflicht. Es darf nichts ausser dem eigenen Instrument berührt werden. Auch für die Reinigung von Türfallen, Fenstergriffen, Klaviertastatur und Lichtschaltern sowie das regelmässige Lüften des Unterrichtszimmers vor jeder Stunde müssen die Lehrpersonen besorgt sein. Gespräche mit Begleitpersonen werden bis auf weiteres nicht mehr möglich sein, da Eltern – ausser bei Schnupperkursen – ihre Kinder nur bis vor die Musikschule begleiten dürfen.

Und wem das alles zu viel ist? Kein Problem: In den meisten Berner Musikschulen besteht für Musikschüler weiterhin die Möglichkeit, mit dem Fernunterricht fortzufahren, wenn Lehrpersonen und Eltern einverstanden sind.