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«Wenn die Prognose schon falsch ist, dann ist sie besser überzogen»

Der Nordosten der USA bereitete sich auf einen Monsterschneesturm vor. Doch der blieb vielerorts aus. Nun streuen sich Meteorologen via soziale Medien Asche auf ihr Haupt.

Es wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 125 Stundenkilometern gemessen: Häuser auf der Halbinsel Hull im Bundesstaat Massachusetts. (27. Januar 2015)
Es wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 125 Stundenkilometern gemessen: Häuser auf der Halbinsel Hull im Bundesstaat Massachusetts. (27. Januar 2015)
AP Photo/The Quincy Patriot Ledger/Gary Higgins, Keystone
Juno schlägt in Neuengland härter zu als in New York: Ein schneebedecktes Auto in Cambridge, Massachusetts. (27. Januar 2015)
Juno schlägt in Neuengland härter zu als in New York: Ein schneebedecktes Auto in Cambridge, Massachusetts. (27. Januar 2015)
Maddie Meyer/Getty Images, AFP
Mehr als 50 Millionen Menschen könnten vom Schneesturm betroffen sein: Schneeschaufler überqueren eine Strasse in Massachusetts. (24. Januar 2015)
Mehr als 50 Millionen Menschen könnten vom Schneesturm betroffen sein: Schneeschaufler überqueren eine Strasse in Massachusetts. (24. Januar 2015)
Brian Snyder, Reuters
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Amerikaner hamsterten Lebensmittel. Fluggesellschaften annullierten Montag und Dienstag insgesamt mehr als 7700 Flüge. Menschen wurden aufgefordert, zu Hause zu bleiben. Der öffentliche Verkehr in New York wurde eingestellt, Tunnel und Brücken geschlossen. 50 Millionen Menschen im Nordosten der USA sollten sich auf einen der schlimmsten Schneestürme der Geschichte einstellen.

Es schneite und stürmte tatsächlich. Juno hatte den Nordosten der USA mit voller Wucht getroffen, die Windböen erreichten Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 110 Kilometern pro Stunde. In den Neuengland-Staaten war der Wintersturm am Dienstag noch nicht ausgestanden. Die Schneedecke in der Gegend von Boston im Bundesstaat Massachusetts könnte nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes auf bis zu 60 Zentimeter anwachsen. Ausläufer des Sturms waren in der Hauptstadt Washington und bis nach Ohio im Mittleren Westen zu spüren.

Nicht so schlimm

Doch vielerorts blieb der befürchtete Blizzard von historischem Ausmass aus. «Der Sturm war nicht so schlimm, wie die Meteorologen vorausgesagt hatten», sagte der Gouverneur des Bundesstaates New York, Andrew Cuomo. Das für den Bundesstaat geltende Fahrverbot werde aufgehoben. Auch im Nachbarstaat New Jersey durften die Menschen wieder mit ihren Autos auf die Strasse. «Wir sind gerade noch einmal davongekommen», sagte New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio.

Die Entwarnung ruft die Menschen auf den Plan, die am eingehendsten vor dem Blizzard gewarnt hatten: die Meteorologen. Via Social Media entschuldigten sich einige für die Fehlvorhersage wie Gary Szatkowski von der Nationalen Ozean- und Atmosphärenverwaltung (Noaa).

Szatkowski wusste: Aufgrund der Prognosen haben Behörden, Politiker und die Bevölkerung teils aussergewöhnliche Massnahmen getroffen.

New York Metro Weather bittet um Entschuldigung und Verständnis dafür, dass die Meteorologen versuchen mussten, eine höchst unsichere Situation zu kommunizieren.

Besser über- als unterschätzen: Die Meteorologin und CBS3-Wetterfrau Kate Bilo twitterte: «Wenn die Wetterprognose schon falsch ist, dann hätte ich lieber, dass sie überzogen ist.» Denn dadurch gebe es weniger Schäden an Gesundheit und Eigentum.

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