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Zwei Spanier stürzen in Schlucht zu Tode

Zwei Polizisten und ein Rechtsanwalt aus Spanien verunglückten, als sie in Marokko Höhlen erkunden wollten.

Die Schlucht ist nur schwer zugänglich: Rettungskräfte stehen neben einem Helikopter, der Versorgungsmittel an die Unglücksstelle transportiert hat. (5. April 2015)
Die Schlucht ist nur schwer zugänglich: Rettungskräfte stehen neben einem Helikopter, der Versorgungsmittel an die Unglücksstelle transportiert hat. (5. April 2015)
Fadel Senna, AFP

Bei einer komplizierten Rettungsaktion für drei spanische Wanderer in Marokko ist nur einer lebend geborgen worden. Der 27-jährige Polizeibeamte wurde in ein Spital gebracht. Die zwei anderen Ausflügler – ein weiterer Polizist und ein Anwalt – starben.

Sie erlagen während des Wartens auf ihre Bergung ihren Verletzungen, die sie beim Absturz in eine Atlas-Schlucht erlitten hatten. Der überlebende Wanderer wies nach spanischen Medienberichten Unterkühlungen und psychischen Stress auf.

Mehrtägige Suchaktion

Die drei Spanier hatten Höhlen in den Bergen zwischen Marrakesch und Ouarzazate im Süden Marokkos erkunden wollen. Dabei waren sie in eine enge Schlucht abgestürzt und am Mittwoch als vermisst gemeldet worden.

Nach einer mehrtägigen Suchaktion wurden sie von der Besatzung eines marokkanischen Polizeihelikopters auf dem Grund der Schlucht entdeckt. Zunächst hatte es geheissen, alle drei Kletterer seien am Leben.

Die marokkanische Polizei startete eine Rettungsaktion. Diese erwies sich jedoch als sehr kompliziert, da die Schlucht nur schwer zugänglich ist und in der Gegend keine Helikopter landen konnten.

Rettungsaktion unnötig hinausgezögert?

Spanien bot ebenfalls ein Rettungsteam auf. Dieses erhielt nach spanischen Medienberichten von Marokko aber erst nach einer Wartezeit von mehr als einem Tag eine Einreiseerlaubnis.

In Spanien wurde gegen die marokkanischen Behörden der Vorwurf erhoben, die Rettungsaktion unnötig hinausgezögert zu haben. Ministerpräsident Mariano Rajoy nahm dagegen das nordafrikanische Land in Schutz: Die Marokkaner seien davon ausgegangen, die Rettungsaktion mit eigenen Mitteln bewerkstelligen zu können.

SDA/thu/bru

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