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Zwei Rasern drohen harte Strafen

In zwei Kantonen wollen die Staatsanwaltschaften Raser hart anpacken: Im Aargau drohen einem 23-Jährigen 24 Monate Haft, in Zug wird ein 20-Jähriger nach einem Unfall wegen fahrlässiger Tötung angeklagt.

Der Lenker konnte sich aus dem Auto befreien: Das komplett ausgebrannte Auto nach dem Unfall. (Bild: Kapo Zug)
Der Lenker konnte sich aus dem Auto befreien: Das komplett ausgebrannte Auto nach dem Unfall. (Bild: Kapo Zug)

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug hat gegen einen jungen Autolenker Anklage erhoben. Der heute 20-jährige Mann hatte im Sommer 2011 in Hünenberg ZG einen Unfall verursacht, bei dem sein gleichaltriger Beifahrer ums Leben kam (Tagesanzeiger.ch berichtete). Die Staatsanwaltschaft fordert für den Autofahrer, der mit leichten Blessuren davonkam, eine unbedingte Freiheitsstrafe von drei Jahren. Dem 20-Jährigen werden fahrlässige Tötung, Gefährdung des Lebens sowie grobe Verletzung der Verkehrsregeln vorgeworfen.

Nebst der unbedingten Freiheitsstrafe sollen dem Angeklagten die Untersuchungskosten von rund 12'000 Franken sowie die anfallenden Gerichtskosten auferlegt werden, wie die Zuger Strafverfolgungsbehörden mitteilten.

Die beiden Kollegen waren Ende August 2011 an einem späten Samstagabend auf der Mühlauerstrasse in Hünenberg unterwegs, als der Lenker wegen massiv überhöhter Geschwindigkeit die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Der Wagen kam von der Strasse ab und prallte frontal in einen Baum. Während sich der Lenker sich selbst aus dem Autowrack befreien konnte, verstarb der Beifahrer noch auf der Unfallstelle. Der Unfallwagen brannte vollständig aus.

Mit 149 km/h auf 80er-Strecke

Ein 23-jähriger Autolenker, der im Aargau ausserorts mit 149 km/h statt wie erlaubt mit höchstens 80 km/h über eine Strasse raste, soll hart angepackt werden. Die Aargauer Staatsanwaltschaft fordert für den Schweizer eine bedingte Freiheitsstrafe von 24 Monaten und eine Busse von 6000 Franken.

Der 23-Jährige war am Samstag, 5. Januar, in Unterbözberg in eine Geschwindigkeitskontrolle der Kantonspolizei geraten. Auf der Ausserortsstrecke gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h.

Der Lenker raste kurz vor 16 Uhr mit 149 km/h über die Strasse. Nach Abzug der Toleranz ergibt dies eine strafbare Tempoüberschreitung von 63 km/h. Er war der erste Autofahrer im Aargau, den die Polizei nach dem neuen Regime aus dem Verkehr zog.

Leasingfirma erhält Auto zurück

Gemäss den seit Anfang Jahr geltenden «Via sicura«-Richtlinien des Bundes gilt als Raser, wer ausserorts die erlaubte Geschwindigkeit um 60 km/h überschreitet. Die Staatsanwaltschaft hat die Möglichkeit, das Auto zu beschlagnahmen und zu verwerten.

Gleich nach der Tempokontrolle musste der erwischte Raser in Bözberg den Führerausweis abgeben. Die Staatsanwaltschaft beschlagnahmte das geleaste Auto. Die Leasingfirma erhielt das Auto zurück. Zuvor war der Vertrag zwischen der Firma und dem Lenker aufgelöst worden.

SDA/kpn

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