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Zugunglück in Belgien

Ein mit giftigen Chemikalien beladener Zug entgleiste bei Gent und geriet in Brand. Das Feuer breitete sich über mehrere Hundert Meter aus. Ein Mensch kam ums Leben, 49 wurden verletzt.

Chemikalienbrand führte zur Explosion: Rettungskräfte versuchen das Feuer zu löschen. (4. Mai 2013)
Chemikalienbrand führte zur Explosion: Rettungskräfte versuchen das Feuer zu löschen. (4. Mai 2013)
AFP
Unglücksursache noch unklar. Teile des zerstörten Güterzuges. (4. Mai 2013)
Unglücksursache noch unklar. Teile des zerstörten Güterzuges. (4. Mai 2013)
AFP
Aerial picture taken on May 4, 2013 of an exploded freight train on a track near Schellebelle, 20 kms east of Gent on May 4, 2013. Belgian authorities on May 4 evacuated nearly 300 people from their homes after several cars of a train carrying chemicals derailed, causing a major fire near the city of Gent. Nobody was hurt in the accident which happened around 2:00 am (0000 GMT) between the towns of Schellebelle and Wetteren, said Infrabel, the entity responsible for the Belgian railway network. AFP PHOTO / BELGA / BENOIT DOPPAGNE -Belgium Out-
Aerial picture taken on May 4, 2013 of an exploded freight train on a track near Schellebelle, 20 kms east of Gent on May 4, 2013. Belgian authorities on May 4 evacuated nearly 300 people from their homes after several cars of a train carrying chemicals derailed, causing a major fire near the city of Gent. Nobody was hurt in the accident which happened around 2:00 am (0000 GMT) between the towns of Schellebelle and Wetteren, said Infrabel, the entity responsible for the Belgian railway network. AFP PHOTO / BELGA / BENOIT DOPPAGNE -Belgium Out-
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Drei entgleiste Kesselwagen voller giftiger Chemikalien sind am Wochenende in Belgien explodiert. Dabei starb ein 64 Jahre alter Mann. 49 weitere Anwohner wurden verletzt. Zwei Verletzte lägen auf Intensivstationen in Spitälern, doch sei ihr Zustand «stabil», teilte die Pressestelle der Provinz Ost-Flandern am Sonntag mit.

Sechs Kesselwagen eines aus 13 Waggons bestehenden Güterzuges waren am frühen Samstagmorgen aus zunächst unbekannter Ursache östlich der Stadt Gent im Ort Wetteren entgleist. Drei von ihnen, in denen sich unter anderem der hochgiftige Stoff Acrylnitril befand, explodierten.

Sie brannten dann 16 Stunden lang mit grosser Rauchentwicklung, bis das nicht löschbare Feuer schliesslich von allein aufhörte.

Giftige Dämpfe

Rund 500 Menschen mussten ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Sie durften entgegen ersten Ankündigungen auch in der Nacht zum Montag noch nicht zurückkehren. 49 Bewohner von Häusern in unmittelbarer Nähe der Unfallstelle kamen ins Spital – sie klagten über Unwohlsein und Atembeschwerden.

Der tote Mann wurde erst am Sonntagnachmittag geborgen. Zuvor hatten sich die Rettungskräfte wegen der giftigen Dämpfe nicht in das Haus gewagt. Neben dem Mann lag dessen toter Hund. Eine erste Untersuchung habe ergeben, dass der Mann «schwer vergiftet» gewesen sei, sagte Provinzgouverneur Jan Briers.

Unfall an Baustelle

Das Unglück ereignete sich nach einer Baustelle, als der Zug an einer Weiche das Gleis wechselte. Die Feuerwehr liess die Kesselwagen ausbrennen, um keine weiteren giftigen Gase entstehen zu lassen. Erst 16 Stunden nach dem Unglück erloschen die Flammen. Danach versuchte die Feuerwehr, das glühend heisse Metall abzukühlen.

Die Provinzverwaltung teilte mit, die örtliche Kläranlage sei wegen der grossen Mengen von Schaum und Löschwasser, die in die Kanalisation flossen, überlastet. Daher werde ein Teil des Wassers in den Fluss Schelde geleitet.

Möglicherweise führe dies zum Tod von Fischen, doch sei dies nicht vermeidbar. Später soll Wasser aus der Kläranlage abgepumpt und von einem Schiff weggebracht werden. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, vorerst kein Wasser aus eigenen Brunnen zu trinken.

SDA/chk

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