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Zitternd in den Frühling

Reif, Schnee und vereiste Autoscheiben. Die Nacht war bitterkalt, doch von nun an gehts aufwärts. Ein Tipp fürs Wochenende: Bloss nicht in die Tessin-Falle tappen!

Wetterkapriolen: Der Himmel über Muri AG. (16. Mai 2012)
Wetterkapriolen: Der Himmel über Muri AG. (16. Mai 2012)
Nathalie Jäggli-Beer, Leserreporter
Schneeflocken statt Frühlingserwachen: Die Wetterlage hat die St. Galler Gemeinde Amden in einen weissen Mantel gehüllt... (16. Mai 2012)
Schneeflocken statt Frühlingserwachen: Die Wetterlage hat die St. Galler Gemeinde Amden in einen weissen Mantel gehüllt... (16. Mai 2012)
Keystone
Auch im Tessin fiel nochmals Schnee: Die verschneite Ortstafel von Ronco im Bedretto-Tal. (16. Mai 2012)
Auch im Tessin fiel nochmals Schnee: Die verschneite Ortstafel von Ronco im Bedretto-Tal. (16. Mai 2012)
Keystone
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So kalt wie in der Nacht auf heute war es an einigen Orten in der Schweiz um diese Jahreszeit seit mehr als 30 Jahren nicht mehr.

In Bern sank die Temperatur laut SF Meteo auf minus 0,7 Grad und in Kloten auf minus 0,2 Grad. So tiefe Werte habe es Mitte Mai an diesen Stationen seit über 30 Jahren nicht mehr gegeben, teilte SF Meteo mit. Noch kälter wurde es in Hallau SH mit minus 1,2 Grad.

Vereiste Autoscheiben

Diese Werte mass SF Meteo in zwei Metern Höhe. Knapp über dem Boden, auf fünf Zentimetern Höhe, wurde es noch kälter: Vielerorts gab es Bodenfrost mit minus 1 und minus 4 Grad. Dies führte in einigen Regionen zu Reif und zu vereisten Autoscheiben.

Im Glarnerland reichte es am frühen Morgen bis auf 600 Meter hinab sogar für eine dünne Schneedecke. In den anderen Regionen lag die Schneegrenze meistens auf zwischen 800 und 1300 Metern.

Maisonne schmilzt den Schnee weg

Die Maisonne zeigt sich heute aber wieder in frühlingshafter Stärke und bringt die Schneemassen zum schmelzen. Das Thermometer klettert heute nämlich wieder zünftig nach oben. «Während es in Bern beispielsweise kurz vor Sonnenaufgang -1.3 Grad war, wird es in der Hauptstadt am Nachmittag 16 Grad warm», sagt Reto Vögeli von Meteonews gegenüber Redaktion Tamedia.

Es gäbe zurzeit eine Anhäufung von Temperaturschwankungen, wobei diese für unsere Breitengrade im Frühling eigentlich nichts unübliches seien: «Letztes Jahr wurde es kontinuierlicher warm, doch das ist eigentlich die Ausnahme, da die Schweiz sich in der Mitte zwischen nördlichen und südlichen Einflüssen befindet», sagt Reto Vögeli.

Fahrt in den Süden lohnt sich nicht

Am Wochenende folgen richtig sommerliche Temperaturen: «Im Norden wird es zwischen 23 und 26 Grad warm, wobei am Sonntag der Föhn recht kräftig ist und wieder bis ins Flachland vorstossen könnte.» In den Nordalpen, vor allem auf dem Säntis, werde es stark winden, auch Orkanböen seien möglich.

Das Staustehen vor dem Gotthardtunnel lohnt sich für einmal wirklich nicht: Im Süden wird es am Wochenende regnerisch und kühl.

(SDA)

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