Tunnel-Zementplatten krachen bei Genua auf Autobahn

Ein Teil der Autobahnstrecke A 26 in Richtung der italienischen Hafenstadt wurde gesperrt.

Ein Teilstück der Autobahn musste später geschlossen werden. (Screenshot www.twitter.com)

Ein Teilstück der Autobahn musste später geschlossen werden. (Screenshot www.twitter.com)

Drei grosse Zementplatten fielen am Montagabend von der Decke eines Tunnels der Autobahn A 26 in Richtung Genua auf die Fahrbahn nieder. Die Zementplatten krachten auf die mittlere Fahrbahn der dreispurigen Autobahn.

Das berichteten italienische Medien. Nur durch Zufall wurden keine Fahrzeuge beschädigt. Ein Teil der Autobahnstrecke wurde gesperrt.

Die Schliessung der Autobahnstrecke verursachte erhebliche Verkehrsprobleme und löste erneut Diskussion über die Sicherheit der Autobahnen in Italien aus.

Nach einem Erdrutsch war Anfang Dezember nach heftigen Unwettern ein Teil eines Autobahnviadukts nahe der ligurischen Hafenstadt Savona eingestürzt. Verletzt wurde dabei niemand. Die Staatsanwaltschaft von Genua beschloss kurz daraufhin ausserdem die Schliessung eines Teils der Autobahn A 26, weil zwei Viadukte angeblich einsturzgefährdet seien.

Ermittlungen laufen immer noch

Daraufhin versprach Aussenminister Luigi Di Maio, Chef der stärksten italienischen Regierungspartei Fünf Sterne, dass das Kabinett der Autobahngesellschaft Aspi die Autobahnkonzession entziehen werde.

Gegen die Spitzenmanager von Aspi laufen Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung. Eine Autobahngesellschaft, die für den Tod von 43 Personen verantwortlich sei, könne nicht mehr von den Italienern die Autobahnmaut kassieren, hiess es.

fal/sda

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