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Zalando-Päckli geklaut, weil Pöstler es einfach stehen liess

Anstatt einen Abholschein in den Briefkasten zu werfen, stellte ein Postbote ein 260 Franken teures Paket beim Hauseingang ab. Die Kundin wehrt sich.

Eigentlich müssen Pöstler Pakete wieder mitnehmen, falls der Empfänger nicht zuhause ist. Foto: Peter Klaunzer (Keystone)
Eigentlich müssen Pöstler Pakete wieder mitnehmen, falls der Empfänger nicht zuhause ist. Foto: Peter Klaunzer (Keystone)

Für 260 Franken hat sich Natalie H. aus Bern letzte Woche Kleider bei Zalando bestellt. Und bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr wurde ihre Bestellung gestohlen. Anstatt die Lieferung zu übergeben oder einen Abholzettel in den Briefkasten zu werfen, stellte der Postbote die grossen Pakete vor ihrer Haustüre im belebten Breitenrain-Quartier ab. «Ein Passant konnte so meine neue Bluse, Winterjacke, Lederschuhe sowie ein Geschenk für meinen Freund klauen», nervt sich die Zalando-Kundin. Für die Rechnung von 260 Franken will sie nicht aufkommen.

H. kontaktiert die Post. Dort rät man ihr erst, bei der Polizei Anzeige gegen unbekannt zu erstatten. Nun sagt die Post zum aktuellen Fall: «Uns ist hier wohl ein Fehler unterlaufen». Pakete dürften von den Angestellten nicht herrenlos zurückgelassen werden. Falls der jeweilige Empfänger nicht zu Hause sei und das Paket nicht im Briefkasten Platz finde, müsse die Sendung wieder mitgenommen werden.

«Im Promillebereich»

Da die Kundin aus Bern aber lediglich ihre Wohnadresse zur Zustellung angegeben habe, sei hier falsch gehandelt worden. Solche Missgeschicke, bei denen das Paket anschliessend noch von Dritten gestohlen werde, würden «im Promillebereich» liegen.

Bei Zalando heisst es auf Anfrage, man würde sich gemeinsam mit der Schweizer Post schnellstmöglich um eine gute Lösung für den Kunden kümmern. Post-Mediensprecher Flüeler meint zudem: «Wir raten der Kundin, auf unser Pick-Post-Angebot oder unseren Paketautomaten auszuweichen.»

Übernommen von 20min.ch

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