Zum Hauptinhalt springen

IS reklamiert Attentat von Toronto für sich

Der Schütze litt an psychischen Problemen. Jihadisten behaupten nun, er sei einer von ihnen gewesen.

Anwohner hörten die Schüsse in der Strasse. (Video: Tamedia/Storyful)

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat die tödlichen Schüsse in Toronto für sich reklamiert. Der Täter sei «einer der Soldaten des Islamischen Staates», meldete die IS-Propagandaagentur Amak am Mittwoch unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen.

Die Echtheit der Nachricht liess sich zunächst nicht überprüfen. Sie wurde aber über die üblichen Kanäle des IS im Internet verbreitet. Kanada gehört zu der internationalen Koalition, die in Syrien und Irak die IS-Terrormiliz bekämpft.

Ein 29-Jährige hatte am Sonntag auf einer Flaniermeile in Toronto eine 18-jährige Frau und ein 10 Jahre altes Mädchen erschossen. 13 weitere Menschen wurden verletzt. Auch der Schütze selbst starb nach einem Schusswechsel mit Polizisten. Die Polizei erklärte, es werde in alle Richtungen ermittelt und kein Motiv ausgeschlossen.

Ein 29-Jähriger hat das Feuer eröffnet: Die Polizei von Toronto bewacht den Tatort. (23. Juli 2018)
Ein 29-Jähriger hat das Feuer eröffnet: Die Polizei von Toronto bewacht den Tatort. (23. Juli 2018)
Cole Burston, AFP
Angehörige gedenken der Opfer der Schiesserei. (23. Juli 2018)
Angehörige gedenken der Opfer der Schiesserei. (23. Juli 2018)
Mark Blinch, Keystone
Leute mussten den von der Polizei abgesperrten Bereich verlassen.
Leute mussten den von der Polizei abgesperrten Bereich verlassen.
Chris Helgren, Reuters
1 / 6

Nach Angaben seiner Familie litt er seit seiner Kindheit an «ernsten psychischen Problemen», die er trotz Medikamenten und Therapien nicht in den Griff bekommen habe. «Wir sind am Boden zerstört, dass unser Sohn für diese sinnlose Gewalt und diese Todesopfer verantwortlich war», erklärte die Familie in einem Brief an den Sender CBC.

In Kanada gibt es deutlich weniger Schusswaffen als im südlichen Nachbarland USA. Trotzdem kam es dort in vergangenen Jahren wiederholt zu bewaffneten Angriffen auf die Bevölkerung, darunter in Québec mit sechs Toten im Januar 2017. Im April dieses Jahres war zudem ein Mann mit einen Lieferwagen über Gehwege Torontos gerast und hatte dabei zehn Menschen getötet.

SDA/chk/sep

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch