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Wolfspaar hat sich gefunden

In der Wolfspopulation der Schweiz ist es zu einer weiteren Premiere gekommen. Doch wird aus der Lovestory schon bald ein Drama.

Wohl erstmals seit dem Wiederauftauchen des Raubtiers in der Schweiz haben sich hier eine Wölfin und ein Wolf gefunden. Das Paar riss im Juli auf einer Walliser Alp mehrere Schafe und auch Rinder, wie das Bundesamt für Umwelt am Dienstag mitteilte.

Die zwei aus Italien stammenden Wölfe rissen im Juli auf der Varneralp oberhalb von Siders Schafe und Ende Juli auf der Alp Scex Rinder. Dies zeigen die von der Universität Lausanne vorgenommenen DNA-Analysen. Deren Resultate liegen nun auch für die Rinderangriffe vor.

Weitere Angriffe verhindern

Bei dem Wolfspaar handelt es sich um ein bereits bekanntes Männchen, das sich in den Nordwestalpen zwischen den Kantonen Bern und Freiburg bewegt, sowie um ein Weibchen, das seit dem vergangenen Jahr durch das Wallis zieht.

Weil für Rinder bislang noch keine erprobten Wolfsschutzmassnahmen vorliegen, gab die Walliser Regierung am 3. August den Wolf zum Abschuss frei. Um weitere Angriffe auf die Herden zu verhindern, hat das Bafu einen Hirten und Herdenschutzhunde auf die Alp geschickt. Diese sollen das Wolfspaar von der Alp fernhalten.

Geruch vertreibt die Tiere

Ob der Abschussbefehl Wirkung haben wird, ist noch nicht sicher. Mehrere Wölfe sind den Jägern schon entwischt. Die Abschussbewilligung gilt seit Anfang August für 60 Tage und ist auf das Gebiet der Tierrisse beschränkt.

Zwar kehren Wölfe gerne an einen Ort zurück, an dem sie erfolgreich gejagt haben. Sobald sie aber den Geruch von Menschen oder Hunden wahrnehmen, meiden sie das Gebiet eher.

SDA/sam

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