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Wo wie viel Schnee fiel

Das Wettertief der vergangenen Tage sorgte für Schnee bis in die Niederungen. Die Skilift-Betreiber können aufatmen. Bis Ende Woche wird sich ihre Lage noch verbessern.

Auch die Strassen in Zermatt: Weiss. (Screenshot: Swisswebcam.ch)
Auch die Strassen in Zermatt: Weiss. (Screenshot: Swisswebcam.ch)
Keystone
Verspäteter Saisonstart: Der Skilift im sanktgallischen Speicher kann den Betrieb aufnehmen. (6. Dezember 2011)
Verspäteter Saisonstart: Der Skilift im sanktgallischen Speicher kann den Betrieb aufnehmen. (6. Dezember 2011)
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Die Niederschläge der vergangenen Tage haben für viele Skistationen den Start in die Saison gerettet. Weit verbreitet sind in höheren Lagen bisher zwischen 20 und 30 Zentimeter Schnee gefallen. Meteo Schweiz rechnet bis Ende Woche mit 70 Zentimetern.

Die weisse Pracht hat lange auf sich warten lassen und hätte pünktlicher zum Beginn der Skisaison nicht kommen können. Für einige Skigebiete kommt er allerdings schon fast zu spät.

Saisonbeginn verschoben

Château d'Oex (VD) verschiebt die Saisoneröffnung um eine Woche auf Heiligabend, wie Maxime Chabloz vom Tourismusbüro auf Anfrage sagte.

Für die Meiringen-Hasliberg-Bahnen im Berner Oberland steht noch in den Sternen, ob die Pisten wie geplant am Samstag frei gegeben werden können. Es habe noch zu wenig Schnee, um die Pisten zu präparieren, sagte Direktor Hans Beeri auf Anfrage. Nun hoffe man noch auf den versprochenen Schnee oder zumindest Kälte, um selbst schneien zu können.

Dank des Schnees können aber die Bergbahnen Flumserberge (SG) endlich die Saison eröffnen. Gemäss Wintersportbericht von MySwitzerland.com hätte die Saison bereits Ende November beginnen sollen. Wie die Bergbahnen am Mittwoch nun mitteilten, wurde auf 1375 Metern Höhe 45 Zentimeter Schnee gemessen. Ab Samstag sind die Pisten frei.

Verwöhntes Wallis

Das Skigebiet Grimentz im Kanton Wallis hingegen wirft seine Bahnen eine Woche früher als geplant an. Der Saisonstart erfolgt ebenfalls am Samstag - jedoch lediglich mit sechs von elf Bahnen und nur für das Wochenende. Ab dem 17. Dezember sind die Pisten im Val d'Anniviers dann durchgehend geöffnet.

Jubilieren kann auch das Obergoms. Da es seit Dienstag kräftig schneit, liegen bereits 30 Zentimeter Neuschnee im Oberwalliser Tal. Das Loipenteam arbeite auf Hochtouren an den Pisten, teilte Loipe Goms am Mittwoch mit. Einige Langlauf- und Skaterpisten sind denn auch schon geöffnet.

Das Wallis hat grosse Neuschneemengen zu verzeichnen. Die WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF meldete in hohen Lagen des nördlichen Unterwallis 50 bis 70 Zentimeter Schnee, am Alpennordhang und im westlichen Unterwallis verbreitet 30 bis 50 Zentimeter.

Kalte und warme Luft spielen mit der Schneefallgrenze Jojo

Schweizweit pendelt die Schneefallgrenze zwischen 800 bis 1500 Metern über Meer hin und her, wie Jacques Ambühl von Meteo Schweiz auf Anfrage erklärte. Verantwortlich dafür ist mildere Atlantikluft, die mit atlantischer Polarluft Jojo spielt.

«Die Lage hat sich total entschärft», sagte Ambühl. Ausserdem sehe er derzeit kaum Gefahr für eine Föhnphase. Die nordwestliche Strömung, die feuchte Luft über die Schweiz fegt, sollte noch etwas anhalten.

Die SLF warnt denn auch vor Lawinengefahr. Vor allem frische Triebschneeansammlungen müssten vorsichtig beurteilt werden. Insbesondere in Schattenhängen oberhalb von rund 2300 Metern könnten Einzelpersonen Lawinen auslösen.

SDA/mrs

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