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«Wir weinen viel um den verletzten Samuel»

Der Vater des verunglückten «Wetten, dass..?»-Kandidaten Samuel Koch hat sich in einem Gespräch mit Thomas Gottschalk nachdenklich geäussert. Die Familie sei unendlich traurig – aber doch voller Hoffnung.

Der 23-Jährige erlitt eine schwere Verletzung am Halswirbel. Gemäss den Ärzten wurde auch das Rückenmark beschädigt.
Der 23-Jährige erlitt eine schwere Verletzung am Halswirbel. Gemäss den Ärzten wurde auch das Rückenmark beschädigt.
Keystone
Ist für die Rehabilitation von Samuel Koch verantwortlich: Arzt Michael Baumberger.
Ist für die Rehabilitation von Samuel Koch verantwortlich: Arzt Michael Baumberger.
Reuters
Moderatorin Michelle Hunziker verliess die Bühne sichtlich bewegt.
Moderatorin Michelle Hunziker verliess die Bühne sichtlich bewegt.
Keystone
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«Wir weinen und heulen viel als Familie, aber auch gerade diese Familie gibt uns Halt und Kraft», sagte Christoph Koch in der ZDF-Show «Menschen 2010» im Gespräch mit Gottschalk. Über seinen Sohn sagte er: «Samuel ist unheimlich traurig, es bedrückt ihn, er macht sich Gedanken über seine Zukunft.»

Aber inmitten all der Traurigkeit gebe es auch schöne, tröstende Momente. «Was wir in diesen letzten Tagen auch an persönlicher Zuneigung, an Herzlichkeit von anderen Menschen, von Freunden von Samuel, erlebt haben, das hat uns geholfen...», sagte Koch.

Die Unterstützung von ZDF-Mitarbeitern sei ebenfalls «grossartig und unbeschreiblich» gewesen, sagte er. «Das ist echt, und das erfahren wir auch.» Nach dem Unfall in der «Wetten, dass..?»-Sendung vor einer Woche hatte es teilweise Kritik an der Show und am ZDF gegeben, solche riskanten Wetten zuzulassen.

Gleiches Schicksal

«In der Klinik treffen wir ja auch auf andere Menschen, die ein ähnliches Schicksal haben, und die im Gegensatz zu uns jetzt eher allein damit fertig werden müssen...», sagte Koch weiter. «Wir haben jetzt den Segen und Fluch dieser Öffentlichkeit.»

Der 23-jährige Wettkandidat Samuel Koch war schwer gestürzt, als er versuchte, mit Sprungfedern über heranfahrende Autos zu springen - das Unglücksauto fuhr sein Vater. Das sei «in gewisser Weise etwas Glückliches», sagte Christoph Koch. «Wenn es einem seiner Freunde passiert wäre, wäre das für diese jungen Kerle schrecklich gewesen. Ich kann das mit Samuel verarbeiten, und wir haben auch schon miteinander gesprochen darüber.»

«Grüsse an alle, die das sehen»

Zum Abschluss des Interviews sagte Koch: «Das Schönste, was ich jetzt noch mitteilen kann, ist ein Gruss von Samuel aus der Klinik. Ich habe mit ihm gesprochen, dass ich diese Aufzeichnung machen werde, und er hat mich gebeten, Grüsse aus der Klinik zu sagen an alle, die das jetzt sehen...»

SDA/ AFP/pbe

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