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«Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen»

Nach den verheerenden Lawinenabgängen auf der Schwägalp vom letzten Jahr haben die Verantwortlichen Massnahmen ergriffen.

Gewaltige Schneemassen: Schneeräumung nach der schweren Lawine vom 16. Januar 2019 beim Hotel «Säntis». Bild: Gian Ehrenzeller, Keystone
Gewaltige Schneemassen: Schneeräumung nach der schweren Lawine vom 16. Januar 2019 beim Hotel «Säntis». Bild: Gian Ehrenzeller, Keystone

Vor einem Jahr haben mehrere Lawinen auf der Schwägalp das Hotel Säntis und die Säntis-Luftseilbahn schwer beschädigt. Inzwischen haben die Verantwortlichen das Sicherheitskonzept komplett überarbeitet.

Heute würden mehr Wetter- und Schneedaten ausgewertet, unter anderem mittels einer neuen Messvorrichtung im Lawinen-Anrissgebiet, sagte der Geschäftsführer der Säntis-Luftseibahn, Bruno Vattioni, am Mittwoch vor den Medien. Dadurch lasse sich die Lawinengefahr besser erfassen und beurteilen. «Es ist für die grösstmögliche Sicherheit gesorgt.»

Die Ursache der verheerenden Lawinen vom Januar 2019 wurde in Zusammenarbeit mit dem Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos untersucht. Aussergewöhnliche Witterungs- und Schneeverhältnisse - eine schwache Schneeunterlage, ein Wärmeeinbruch, gefolgt von starken, kalten Winden und viel Neuschnee - hätten zum Ereignis geführt.

Statistisch gesehen, sei damit nur alle 100 bis 300 Jahre zu rechnen, sagte Vattioni. Eine erste Lawine beschädigte am 10. Januar 2019 das Hotel Säntis bei der Talstation der Luftseilbahn schwer. Menschen kamen zum Glück nicht zu Schaden. Einige Tage später wurde ein Mast der Luftseilbahn durch eine weitere Lawine beschädigt.

Mast muss ersetzt werden

Der Bahnbetrieb musste für mehrere Monate eingestellt werden. Der Mast wurde im Mai 2019 für 450'000 Franken mit einem neuen Fachwerk aus mehreren Tonnen Stahl verstärkt. Später soll der Mast ersetzt werden. Die Planungsarbeiten seien kompliziert und würden noch längere Zeit in Anspruch nehmen, sagte Vattioni.

Insgesamt betragen die Schäden weit über eine Million Franken. Die Instandstellung des Hotels und des Masts wird von Versicherungen bezahlt. Schwieriger sind laut dem Säntisbahn-Geschäftsführer die Verhandlungen über eine Entschädigung wegen des Ertragsausfalls. Die Luftseilbahn stand wegen der Lawinen mehrere Monate still.

Für die Mitarbeitenden sei es «keine einfache Zeit gewesen», blickte Vattioni zurück. All dies werde sich natürlich negativ auf das Geschäftsergebnis 2019 der Säntisbahn auswirken. Trotzdem sagte Verwaltungsratspräsident Hansruedi Laich: «Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen.»

SDA

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