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«Wir müssen dringend das Image aufbessern»

Die Prügelei im Swiss-Airbus geht um die Welt: Inzwischen haben es die Chinesen vom Flug LX 196 auch in die Nachrichtenportale ihres Heimatlandes geschafft.

Der Fall der beiden prügelnden Chinesen lässt auch die Asiaten nicht kalt: Viele der grossen Onlineportale haben die Meldung aufgenommen. So auch die chinesische Ausgabe der «Global Times», Xinhuanet oder das Portal China.org.

Ein chinesischer TV-Sender widmete dem Vorfall sogar einen ausführlichen Beitrag und rekonstruierte den Flugverlauf grafisch (siehe Video). Das Verhalten der beiden Landsmänner wird in der medialen Öffentlichkeit diskutiert. Auf dem Portal der «Global Times» gibt ein Leser zu bedenken: «Wir müssen dringend das Image der chinesischen Touristen aufbessern.» Ein anderer Leser relativiert: «In jedem Land gibt es Menschen ohne Stil (...) Ich kann mir vorstellen, dass die ganze Angelegenheit überspitzt dargestellt wurde.»

Chinesen müssen zahlen

Ob sich die beiden Störenfriede bereits auf dem Weg in ihr Heimatland befinden, ist gegenwärtig noch nicht bekannt. Der 57-jährige Chinese, der mit seinem Ausraster letztlich den Piloten zur Rückkehr nach Zürich veranlasste, wurde heute zu einer Geldstrafe verurteilt. Er hat sich der fahrlässigen Störung des öffentlichen Verkehrs schuldig gemacht.

Er erhielt eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen. Zur Höhe der Tagessätze wollte Staatsanwältin Daniela von Känel von der Zweigstelle Flughafen der Staatsanwaltschaft Winterthur-Unterland auf Anfrage keine Angaben machen. Sie bemessen sich nach den finanziellen Verhältnissen des Verurteilten. Gemäss von Känel muss sich der Mann, wie auch der zweite beteiligte Chinese, an den Verfahrenskosten beteiligen.

Da keine Anzeige beispielsweise wegen Drohung oder Gewaltanwendung eingegangen ist, hat die Staatsanwaltschaft lediglich wegen Störung des öffentlichen Verkehrs ermittelt. Dies ist ein Offizialdelikt und muss von Amtes wegen verfolgt werden.

Die Fluggesellschaft Swiss hat noch nicht darüber entschieden, ob sie gegen den Randalierer zivilrechtliche Schritte unternehmen wird, wie Swiss-Sprecherin Myriam Ziesack gegenüber der SDA sagte.

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