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Wie bringt man ein Nashorn zum Liegen?

Die Tierpfleger des Basler Zollis führen ein in die Kunst des Tierflüsterns. Dabei ist grosses Wissen über das Verhalten des Tiers gefragt.

Bei Nashörnern ist das Kennen des Tieres essentiell. Denn die grauen Giganten können für den Menschen lebensgefährlich sein. Nashörner werden bis zu zwei Meter gross und bringen ein stolzes Gewicht von bis zu zwei Tonnen auf die Wage. Ein Nashornangriff endet daher nicht nur wegen des imposanten Horns meist tödlich.

Eine Horde Presseleute wartete am Mittwoch im Nashornhaus des Basler Zoos gespannt darauf, dass Walter Stettler, der Nashornpfleger, das Gehege betrat. Stettler rief Henna, das kleinste der Nashornfamilie zu sich. Erst wollte das Jungtier nicht so richtig. Dann langsam kam die kleine Henna hinter dem grossen Muttertier Ellora, aus ihrem Versteck hervor. «Mach Platz Henni!», rief Stettler liebevoll und nennt das Tier dabei bei seinem Kosenamen. Er kraulte und streichelte das Tier. Henna liess es ohne Widerwillen zu, genoss es sogar förmlich. Selbst an den Ohren lässt sich das Tier von ihm anfassen. Friederike von Houwald, Kuratorin des Zoo Basels, erklärte, dass das Ohr die sensibelste Stelle des Tiers und gleichzeitig das Stimmungsbarometer des Nashorns ist.

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