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Weniger Gäste, weniger Bier, mehr Schlägereien

Das Oktoberfest in München hat deutlich weniger Besucher auf die Wiesn gezogen als in den Vorjahren. Die Polizei liefert dennoch beeindruckende Zahlen zum grössten Volksfest der Welt.

Die Anzahl Schläge ist bereits Tage vorher Thema: München Bürgermeister Dieter Reiter schlägt den Zapfhahn ins erste Bierfass. (19. September 2015)
Die Anzahl Schläge ist bereits Tage vorher Thema: München Bürgermeister Dieter Reiter schlägt den Zapfhahn ins erste Bierfass. (19. September 2015)
Alexander Hassenstein/Getty Images
Horst Seehofer und seine Frau Karin waren am ersten Tag auch zu Gast. (19. September 2015)
Horst Seehofer und seine Frau Karin waren am ersten Tag auch zu Gast. (19. September 2015)
Johannes Simon/Getty Images
Immer wieder kommt es auch zu Schlägereien: Eine Polizeieinheit geht durch das Gelände des Oktoberfests. (19. September 2015)
Immer wieder kommt es auch zu Schlägereien: Eine Polizeieinheit geht durch das Gelände des Oktoberfests. (19. September 2015)
Johannes Simon/Getty Images
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Das 182. Oktoberfest in München hat einen deutlichen Besucherrückgang verzeichnet. Schätzungsweise 5,9 Millionen Gäste kamen auf die Wiesn und damit rund 400'000 weniger als 2014, wie die Stadt München und die Festleitung am Sonntag mitteilten. Das ist zugleich der tiefste Stand seit 2009. In den vergangenen Jahren waren immer mehr als sechs Millionen Menschen auf das grösste Volksfest der Welt geströmt.

«400'000 Besucher weniger - das ist immer noch eine Wiesn auf hohem und höchstem Niveau», sagte Oktoberfest-Chef und Bürgermeister Josef Schmid. Insgesamt zeigten sich die Festleitung und die Wirte zufrieden - auch wenn weniger Bier floss: Die Oktoberfest-Gäste tranken nach Angaben der Festwirte insgesamt 7,3 Millionen Mass und damit rund 400'000 Mass weniger als im Vorjahr. In der Ochsenbraterei wurde mit 114 Ochsen und in der Kalbsbraterei mit 50 Kälbern aber etwa genauso viel verspeist wie im vorigen Jahr.

320 verlorene Smartphones, 230 Brillen gefunden

Eine der Ursachen für den Besucherrückgang sei das teilweise kühle und regnerische Wetter gewesen. Möglicherweise hätten auch die aktuellen Grenzkontrollen Touristen aus den Nachbarländern abgehalten. Vor allem aus Österreich und Italien registrierten Wirte und Schausteller weniger Gäste.

Bis zum Wiesn-Schluss zählte das Fundbüro mehr als 2900 verlorene Gegenstände, darunter 650 Kleidungsstücke, 600 Ausweise, 580 Geldbörsen, 250 Schlüssel, 320 Smartphones und Handys und 230 Brillen. Ordner nahmen Souvenirjägern in den Zelten und an den Ausgängen des Festgeländes zudem rund 110'000 Bierkrüge ab.

Auch die Bilanz der Münchner Polizei fiel normal aus. Insgesamt zählte die Wiesnwache 2017 Einsätze, das waren knapp neun Prozent weniger als im Vorjahr. 167 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten wurden aufgenommen und insgesamt 94 Straftäter festgenommen. Während Körperverletzungen und Taschendiebstähle rückläufig waren, gab es den Angaben zufolge mehr Masskrugschlägereien. In diesem Jahr zählte die Polizei 47 solcher Delikte und damit rund ein Drittel mehr als im Vorjahr.

Rund 2500 Verkehrsunfälle, zwei Tote

Weniger positiv war laut Polizei die Verkehrsbilanz zur diesjährigen Wiesn. Mit 2467 Verkehrsunfällen stieg die Zahl um rund hundert. 369 Menschen wurden bei Verkehrsunfällen verletzt, zwei starben.

Die grosse Zahl der in München ankommenden Flüchtlinge hatte entgegen zahlreicher Befürchtungen indes keine Auswirkungen auf das 182. Oktoberfest. Im Zusammenhang mit der Sicherheit auf der Wiesn habe es keine Probleme gegeben, teilte die Polizei mit. Sowohl im Bereich des Hauptbahnhofes als auch auf dem Festgelände «wurden keine Störungen bekannt».

SDA/slw

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