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Wegen «Mursi-Parfüm» festgenommen

Ein Palästinenser verkaufte in seinem Parfümladen einen Duft mit dem Namen «Mursi». Sicherheitskräfte fanden den Werbegag offensichtlich nicht so originell und verhafteten den Verkäufer.

Sein Parfüm war im Westjordanland ein Renner: Mohammed Mursi. (Archivbild)
Sein Parfüm war im Westjordanland ein Renner: Mohammed Mursi. (Archivbild)
Keystone

Weil er ein nach dem abgesetzten ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi benanntes Parfüm verkauft hat, ist ein Palästinenser im Westjordanland festgenommen worden. Sicherheitskräfte drangen in den Laden von Islambuli Badir in der Stadt Tulkarem ein und beschlagnahmten alle Parfümflaschen mit dem Etikett «Mursi».

Dann sei Badir festgenommen und sein Laptop konfisziert worden, sagte sein Bruder Abdel Fattah Badir. Der 36-jährige Parfümverkäufer wurde demnach bereits am Dienstag festgenommen.

Tags darauf brachte seine Familie an dem Laden ein Schild an, auf dem stand: «Wir entschuldigen uns bei den Kunden – die ‹Mursi›-Parfümflaschen wurden von den Behörden beschlagnahmt». Demnach war das «Mursi»-Parfüm ein Werbegag, der viele Kunden angelockt habe.

Badir gehört der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas an, die einst aus den Muslimbrüdern hervorging, denen wiederum Mursi entstammt. Badirs Bruder zufolge wurde die Familie von Nachbarn über die Festnahme informiert.

«Niemand hat uns kontaktiert, um uns über die Festnahme, den Aufenthaltsort meines Bruders oder die Vorwürfe gegen ihn zu informieren», sagte er. Die Muslimbrüder liefern sich seit Mursis Sturz Anfang Juli in Ägypten gewaltsame Auseinandersetzungen mit gegnerischen Lagern und den Sicherheitskräften.

(SDA)

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