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Von den entführten Schweizern fehlt jede Spur

Vor zwei Wochen wurden zwei Schweizer Touristen in Pakistan entführt. Die Suche nach ihnen erweist sich als äusserst schwierig.

Am 2. Juli wurde ein Schweizer Paar bei Loralai in Belutschistan entführt. Die Gegend gilt als eine der gefährlichsten Pakistans. (Im Bild ihr sichergestelltes Fahrzeug)
Am 2. Juli wurde ein Schweizer Paar bei Loralai in Belutschistan entführt. Die Gegend gilt als eine der gefährlichsten Pakistans. (Im Bild ihr sichergestelltes Fahrzeug)
Keystone
Die Geiseln sollen sich in den Händen der Taliban befinden.
Die Geiseln sollen sich in den Händen der Taliban befinden.
Reuters
Am 23. Juni 2010 war die Gegend von den verheerenden Unwettern betroffen. Weil Entwicklungsgelder systematisch veruntreut werden, ist die Gegend sehr rückständig.
Am 23. Juni 2010 war die Gegend von den verheerenden Unwettern betroffen. Weil Entwicklungsgelder systematisch veruntreut werden, ist die Gegend sehr rückständig.
Reuters
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Es gebe weder Informationen über den Aufenthaltsort der Geiseln noch über deren Entführer, sagte der Verwaltungschef des Distrikts Loralai. Die Schweizer waren am 1. Juli im Nordosten Baluchistans entführt worden. Sie waren in einem Campingbus unterwegs und wollten in den Bergen des Distrikts Loralai übernachten. Die Region gilt als wichtige Transitroute der radikal-islamischen Taliban zwischen dem pakistanischen Stammesgebiet Süd-Waziristan und Afghanistan.

Ein Kommandeur der Aufständischen, der anonym bleiben wollte, hatte nach der Entführung erklärt, das Paar sei von den Taliban verschleppt und in deren Hochburg Süd-Waziristan gebracht worden. Regierung und Militär in Pakistan haben das nicht bestätigt. Auch eine offizielle Stellungnahme der Bewegung Tehrik-e-Taliban, der Dachorganisation der pakistanischen Taliban, gibt es bislang nicht.

Auf Nachfrage sagte der Kommandeur, es gebe Hinweise, dass die Schweizer in den Händen der sogenannten Punjabi Taliban seien. Die Gruppe setzt sich vor allem aus Kämpfern aus der Provinz Punjab zusammen und soll Verbindungen zum Terrornetzwerk al-Qaida haben.

«Wir wissen nicht, ob sie die Geiseln in Süd-Waziristan behalten oder weiter nach Nord-Waziristan bringen werden.» Forderungen nach Lösegeld oder dem Austausch der Entführten gegen inhaftierte Gesinnungsgenossen würde die Gruppe erst stellen, wenn sich die Schweizer an «einem sicheren Ort» befänden, sagte er.

SDA/jak

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