Zum Hauptinhalt springen

Vom Wintermantel zum Bikini – in einer Woche

Temperaturumschwung innerhalb weniger Tage: Während sich gestern das Wetter mit Schneefällen von seiner garstigen Seite gezeigt hat, wird es Ende Woche bis zu 26 Grad warm.

Schneeketten statt Sommerreifen: In Graubünden hatte der Winter heute ein Comeback.
Schneeketten statt Sommerreifen: In Graubünden hatte der Winter heute ein Comeback.
Yvonne Leonardi/newspictures
Kontrastreicher Apriltag in der Nähe von Lugano: Während im Vordergrund Blumen auf einer Wiese blühen, liegt im Hintergrund auf den Hügeln noch Schnee.
Kontrastreicher Apriltag in der Nähe von Lugano: Während im Vordergrund Blumen auf einer Wiese blühen, liegt im Hintergrund auf den Hügeln noch Schnee.
Keystone
Boten des Frühlings: Blühende Kirschbäume im Fricktal im Kanton Aargau.
Boten des Frühlings: Blühende Kirschbäume im Fricktal im Kanton Aargau.
Keystone
1 / 4

Bevor Ende Woche der Frühsommer in der Schweiz Einzug hält, bäumt sich der Winter ein letztes Mal auf. Heute schneite es stellenweise bis auf 500 Meter über Meer. In Chur waren zahlreiche Dächer mit Schnee bedeckt.

Damit sei die Schneefallgrenze deutlich tiefer gesunken als erwartet, sagte Marco Stoll von Meteo Schweiz heute. Die Temperatur fiel in Chur vorübergehend bis auf den Gefrierpunkt. Während vor allem in den Nord- und Mittelbündner Tälern Schnee bis auf 500 Meter fiel, blieb das Flachland verschont: Im Norden bewegte sich die Schneefallgrenze zwischen 1000 und 1200 Metern.

In den beiden Tälern Misox (Graubünden) und Leventina (Tessin) hingegen fielen Schneeflocken bis in Lagen zwischen 500 und 900 Meter. Im Oberengadin war die Neuschneedecke laut Meteonews heute Mittag rund 30 Zentimeter dick.

Teilweise starker Wind

Wegen des Schneefalls länger als geplant geschlossen bleiben muss der Oberalppass zwischen den Kantonen Uri und Graubünden. Er hätte eigentlich am Freitag dieser Woche geöffnet werden sollen. Wegen Neuschnee und Schneebrettgefahr wurde die Öffnung nun auf den 4. Mai verschoben.

Mit den Niederschlägen und den tiefen Temperaturen ging teilweise ein kräftiger Wind einher. In der Nacht auf heute erreichten die Böen im Jura Spitzen von bis zu 90 Kilometern pro Stunde, wie Claudia Stocker von SF Meteo sagte. Im Seeland blies der Wind mit rund 75 km/h. Spitzenreiter war der Pilatus mit Böen von über 100 km/h in den frühen Morgenstunden.

Föhnströmung sorgt für wärmere Luft

Der Tiefpunkt dieses nasskalten Intermezzos dürfte aber bald vorüber sein. In den kommenden Tagen gelangt gemäss MeteoNews mit einer kräftigen Föhnströmung immer wärmere Luft in den Alpenraum. Daher dürfte es bereits am Freitag vereinzelt, am Samstag dann verbreitet für einen Sommertag mit Temperaturen von 25 Grad und mehr reichen.

Für Chur erwartet MeteoNews am Samstag dank Föhnunterstützung sogar rund 26 Grad. Auch in weiten Teilen des nördlichen Flachlandes sowie im Wallis dürften die Werte zum Teil deutlich über 25 Grad ansteigen. Dieser Temperaturanstieg innert kurzer Zeit ist den Wetterdiensten zufolge aus statistischer Sicht aussergewöhnlich.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch