Vierfachmord von Chevaline: Radfahrer wurde zuerst erschossen

Laut den französischen Ermittlern könnte der Radfahrer das eigentliche Ziel des Mörders gewesen sein. Ballistische Untersuchungen zeigten, dass auf ihn zuerst geschossen wurde.

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Bisher ist immer noch unklar, wem der Mordanschlag von Chevaline galt. Dabei wurden das Ehepaar al-Hilli, die Mutter der Frau sowie der Radfahrer Sylvain M. erschossen. Laut neusten Erkenntnissen der Ermittler schoss der Täter zuerst auf den Radfahrer, berichtet «Le Parisien». Dies ergaben die ballistischen Untersuchungen.

Zu diesem Zeitpunkt haben sich Saad al-Hilli und seine ältere Tochter offenbar ausserhalb des Autos befunden. Zu diesem Schluss gelangten die Ermittler in ihrem provisorischen Bericht. Man habe die Schuhsohlen des Familienvaters untersucht und festgestellt, dass er sich bereits ausserhalb des Autos befunden habe. Danach sei er wohl ins Auto gestiegen und habe versucht, sich und seine Familie in Sicherheit zu bringen.

Körper wurde noch bewegt

Dabei habe er zu schnell zurückgesetzt und sei rückwärts in eine Böschung gefahren, sodass die Hinterachse im weichen Untergrund steckenblieb. Danach habe der Mörder wohl den Familienvater Saad sowie seine Ehefrau und die Schwiegermutter, die beide auf dem Rücksitz sassen, erschossen. Noch unklar ist allerdings, in welcher Reihenfolge die drei erschossen wurden.

Danach sei der Schütze wieder zum Velofahrer zurückgekehrt und habe erneut auf ihn geschossen. Dies konnte anhand der unterschiedlichen Einschusswinkel festgestellt werden, schreibt «Le Parisien». Sein Körper sei ohne Zweifel noch bewegt worden, denn er sei direkt neben dem Auto gefunden worden, seine Arme am Körper angelegt, sagten die Ermittler.

Laut den Ermittlern bestätigte sich zudem die Annahme, dass es nur einen Täter gab. Am «ungeordneten Verhalten» sei zudem erkennbar, dass es sich um einen Amateur handelte. Er sei von Person zu Person gegangen, um schliesslich wieder zum Radfahrer zurückzukehren. Dieses Verhalten passe nicht zu einem Profikiller. Laut «Daily Mail» untersuchen die Ermittler nun, warum Sylvain M. ermordet wurde.

heb

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