Vierfachmord von Chevaline bleibt mysteriös

Noch immer fehlt im Fall des in den französischen Alpen verübten Vierfachmordes jede heisse Spur. Die Ermittlungen werden nun multinational geführt.

Weiterhin ungeklärt: Am 5. September wurden in Chevaline bei Annecy vier Menschen erschossen.

Weiterhin ungeklärt: Am 5. September wurden in Chevaline bei Annecy vier Menschen erschossen.

(Bild: Keystone)

Der Vierfachmord in den französischen Alpen bleibt ungeklärt. Obwohl die Ermittler mittlerweile davon ausgehen, dass die Tat mit nur einer Waffe verübt worden ist, fehlen entscheidende Hinweis auf den Täter oder das Mordmotiv.

Die französische Presse berichtet indessen, dass heute in Annecy ein französisch-britisches Ermittlerteam ernannt wurde, um die Aufklärung des Falls zu beschleunigen und juristische Schwierigkeiten zu umgehen. Die Arbeit des Teams wird von der EU-Einrichtung Eurojust getragen, welche für Ermittlungen und Strafverfolgungen in Fällen von Schwerkriminalität zuständig ist, die mindestens zwei Mitgliedstaaten betreffen.

Seit Beginn des Verfahrens war es zwischen den französischen und britischen Behörden immer wieder zu Schwierigkeiten gekommen. Das neu zusammengestellte Team wird nun vollumfänglichen Zugang zum gesamten Dossier erhalten: «Die Ermittler beider Länder werden auf die Unterlagen zugreifen können, als gäbe es keine Grenzen», erklärte der zuständige Staatsanwalt Eric Maillaud heute Morgen.

Das Team könnte bald auch durch Ermittler aus anderen Ländern verstärkt werden. Eines der Mordopfer stammte aus Schweden, und der Täter könnte über die Schweiz und Italien geflüchtet sein. Auch Spanien könnte involviert werden, da der Vater des getöteten Saad al-Hilli bis zu seinem Tod dort wohnhaft war.

(cor)

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