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«Viele spenden Kleider und bieten Betten an»

Eine Feuersbrunst hat das Posthotel Holiday Villa in Arosa komplett zerstört. Die Reaktion der Bevölkerung war beispielhaft.

Der Brand brach in einem der unteren Stockwerke des Hotels aus.
Der Brand brach in einem der unteren Stockwerke des Hotels aus.
Keystone
Mehr als 100 Einsatzkräfte standen im Einsatz.
Mehr als 100 Einsatzkräfte standen im Einsatz.
Keystone
Die Feuerwehr bei den Löscharbeiten.
Die Feuerwehr bei den Löscharbeiten.
Keystone
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Arosa erfährt nach dem Brand im Posthotel Holiday Villa eine Solidaritätswelle sondergleichen. Noch in der Nacht sammelten die Anwohner Kleider für die rund 120 betroffenen Gäste des ausgebrannten Hotels. Circa 30 bis 40 Säcke an gespendeten Kleidungsstücken seien innert Stunden zusammengekommen, schätzt der Chef von Arosa-Tourismus Pascal Jenny.

Die Aktion kam anscheinend ins Rollen nachdem ein Hotelier auf Facebook gepostet hatte, dass einige Gäste keine Kleider mehr hätten. «Danach haben mich einzelne Privatpersonen sogar persönlich kontaktiert und Betten bei sich zuhause angeboten», so Jenny. Die Aroser spendeten so viel, dass die Verantwortlichen ab etwa 23.30 Uhr kommunizierten, sie hätten jetzt genügend Kleider und bräuchten keine mehr.

Die Behörden und Vertreter der Hotelbranche haben sich kurz nach Ausbruch des Feuers stündlich in einem Krisenstab zusammengetan. Das Tourismusbüro habe rund 70 der 120 Gäste in anderen Gaststätten unterbringen können, erklärt Jenny. Die restlichen 50 Gäste hätten sich privat arrangiert oder seien teils auch abgereist. Kurz nach Mitternacht sei klar gewesen, dass alle Betroffenen sicher untergebracht waren.

Zurzeit arbeite die Hotelbranche daran, die Betroffenen auch in den nächsten Tagen unterbringen zu können. Auch mittelfristig steht die Branche vor der Herausforderung, die Buchungen des Posthotels über andere Gaststätten abwickeln zu können.

«Einfach nur sehr traurig»

Das Posthotel liegt in Arosa an zentraler Stelle. Jenny als Tourismusverantwortlicher tue der Brand «doppelt weh»: «Es ist eines der traditionellen Hotels von Arosa. Zusätzlich hatte speziell die Belegschaft der letzten Jahre einen sehr guten Job gemacht. Es war traditionell, aber eben auch dynamisch.»

Jenny teilte bereits in der Nacht über Facebook mit, dass ihn das Ereignis «einfach nur sehr traurig» macht. Er bedankte sich aber auch für das «grossartige Teamwork» der Behörden, der Feuerwehr, der Sicherheits- und Rettungskräfte und seiner Organisation.

Jenny liegt es am Herzen, sich auch bei der Bevölkerung für die Hilfe zu bedanken. Die Trauer treffe alle, egal ob Helfer oder Gast. «Aber die Solidarität war wirklich riesig, das ist sehr schön.»

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