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Vatikan ersetzt Friedenstauben durch Ballone

Die über dem Petersplatz freigelassenen Tauben wurden letztes Jahr von anderen Vögeln attackiert – eine denkbar schlechte Botschaft. Der Kirchenstaat zog nun die Konsequenzen.

Die Friedenstauben verloren einige Federn, konnten aber trotzdem weiterfliegen: Der Zwischenfall mit einer Krähe und einer Möwe vor einem Jahr auf dem Petersplatz. (26. Januar 2015)
Die Friedenstauben verloren einige Federn, konnten aber trotzdem weiterfliegen: Der Zwischenfall mit einer Krähe und einer Möwe vor einem Jahr auf dem Petersplatz. (26. Januar 2015)
Gregorio Borgia, Keystone

Papst Franziskus lässt Luftballone statt Friedenstauben fliegen: Ein Jahr nachdem zwei Tauben von einer Möwe und einer Krähe auf dem Petersplatz attackiert worden waren, hat der Vatikan eine jahrelange Tradition beim Angelusgebet beendet. Kinder liessen am Sonntag am Petersplatz in Rom die Luftballone in den Himmel steigen. «Diese Ballone drücken Frieden aus», sagte der 78-jährige Papst nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa.

Viele Jahre lang hatten Kinder, die den Papst am Fenster des Apostolischen Palastes über dem Petersplatz flankierten, jeweils am letzten Januarsonntag ein Paar Tauben fliegen lassen. Der Brauch war von Papst Johannes Paul II. eingeführt worden. Nach der Möwenattacke hatten Tierschützer diese Tradition aber kritisiert.

Es war nicht das erste Mal, dass es zu Angriffen auf die Tiere kam – und auch bei Johannes Paul II. gab es Probleme: Beim letzten Versuch wenige Monate vor seinem Tod flog eine Taube zurück in das Zimmer des Papstes. Die katholische Kirche widmet dem Januar traditionell Friedensthemen.

SDA/thu

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