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US-Polizisten erschiessen Gehörlosen

Nachdem in Oklahoma City ein Mann auf Rufe nicht reagiert hatte, wurde er getötet. Zeugen schildern den Vorfall aus ihrer Sicht.

«Es schien, als seien sie nur gekommen, um ihn zu erschiessen»: Ein Nachbar spricht in der «New York Times». (20. September 2017)
«Es schien, als seien sie nur gekommen, um ihn zu erschiessen»: Ein Nachbar spricht in der «New York Times». (20. September 2017)
Sue Ogrocki/AP

US-Polizisten haben einen 35-jährigen, gehörlosen Mann in Oklahoma City erschossen. Der Mann sei der Aufforderung nicht nachgekommen, ein Rohr niederzulegen. Daraufhin hätten die Polizisten ihn erschossen.

Die Einsatzkräfte hätten nicht mitbekommen, dass Nachbarn herbeieilten und schrien, der Mann könne die Anweisung nicht hören, sagte Polizeichef Bo Mathews in einer Pressekonferenz. Zeugenaussagen zufolge sollen mindestens sechs Schüsse gefallen sein.

60 Zentimeter lange Metallstange

Einer der Polizisten hatte ursprünglich wegen Fahrerflucht in der Gegend ermittelt. Dabei traf er den 35-Jährigen auf der Veranda seines Hauses an. Das spätere Opfer hielt Polizeichef Mathews zufolge eine etwa 60 Zentimeter lange Metallstange in der Hand.

Daraufhin forderte der mit einem Elektroschocker ausgestattete Leutnant Verstärkung an. Der herbeigerufene Kollege habe schliesslich kurz nach seinem Eintreffen mehrmals auf den Mann geschossen. Das Opfer wurde noch am Tatort für tot erklärt.

«Das passierte so schnell»

Nachbarn zeigten sich der «New York Times» gegenüber bestürzt über den Vorfall. «Es schien, als seien sie nur gekommen, um ihn zu erschiessen», zitierte die Zeitung Anwohner Julio Rayos. «Das passierte so schnell.»

Der gehörlose Mann sei bekannt dafür gewesen, bei Spaziergängen immer das Metallrohr bei sich zu tragen, um streunende Hunde zu vertreiben. Die Polizei untersucht den Vorfall.

SDA/chi

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