Übersichtskarte: Wo es in Europa brennt

In immer mehr Ländern wüten wegen der Dürre und Sommerhitze grosse Waldbrände. Der Überblick.

Brandherde der letzten 48 Stunden: Nasa-Satellitendaten zeigen, wo in Europa derzeit Feuer lodern (Stand: 24. Juli 2018).

Die ausser Kontrolle geratenen Waldbrände in Griechenland sorgen aktuell für Schlagzeilen. In der Region rund um die Hauptstadt Athen wüten verheerende Feuer, die neuen Angaben zufolge mindestens 49 Menschen das Leben gekostet haben. (Hier geht es zum Ticker)

Doch nicht nur Griechenland, sondern auch zahlreiche andere Ländern kämpfen mit den Folgen von lang anhaltender Dürre und Sommerhitze. Im Süden Europas lodern wie wie schon in den vergangenen Jahren etliche Waldbrände. Portugal, Spanien, Türkei und vor allem Italien sind betroffen. Dasselbe gilt weiterhin für die Ukraine, wo die Feuerwehr im Juni ein grosses Feuer in Sperrzone um das Atomkraftwerk von Tschernobyl erst nach zwei Tagen löschen konnte.

«Es ist die schwierigste Situation, in der sich der schwedische Rettungsdienst jemals befunden hat.»Dan Eliasson, Sprecher Rettungsdienst

Aussergewöhnlich ist, dass es dieses Jahr auch in Nordeuropa so viele Waldbrände gibt. In Schweden, wo es seit Anfang Mai praktisch nicht mehr geregnet hat, kämpfen die Einsatzkräfte landesweit gegen Feuer. Rund 25’000 Hektar Land wurden bereits zerstört oder brennen noch immer. Mindestens vier Brände sind nach wie vor nicht unter Kontrolle. Die Skandinavier forderten deshalb Hilfe aus ganz Europa an. Laut der europäischen Weltraumbehörde ESA ist der Qualm der Brände sogar aus dem Weltall zu sehen.

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Auch in Finnland, Norwegen und Lettland gab es in diesem Sommer bereits Waldbrände. Im Nordwesten Lettlands verloren die Rettungskräfte die Kontrolle über einen Torf- und Waldbrand. Allein dort wurden bisher gut 1000 Hektar Land zerstört. Die lettischen Behörden baten bei der EU um Hilfe.

«Die Feuer in Schweden zeigen, dass der Klimawandel real ist.»EU-Kommission

Überall ist es extrem trocken – starker Wind facht die Feuer zusätzlich an. Und eine Entspannung der Lage ist nicht in Sicht, in der kommenden Woche soll es noch heisser werden.

In Schweden, wo im Sommer normalerweise rund 23 Grad gemessen werden, dürften die Temperaturen in dieser Woche die 35-Grad-Marke knacken. Der schwedische Katastrophenschutz warnte: «Das Brandrisiko erreicht in dieser Woche extremes Niveau. Die Lage ist extrem ernst.»

wig./lm

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