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Torero schneidet Stier Ohr ab und wird aufgespiesst

Das Horn eines Stiers hat sich durch die Lunge eines Stierkämpfers gebohrt. Das Unglück hat sich in Frankreich ereignet.

Das Horn durchbohrt seine Lunge: Der spanische Torero Ivan Fandiño wird von einem Stier tödlich verletzt. (17. Juni 2017)
Das Horn durchbohrt seine Lunge: Der spanische Torero Ivan Fandiño wird von einem Stier tödlich verletzt. (17. Juni 2017)
Iroz Gaizka, AFP
Fandiño hatte sich während eines Stierkampfs in seiner Capa verfangen und war ins Stolpern geraten. (17. Juni 2017)
Fandiño hatte sich während eines Stierkampfs in seiner Capa verfangen und war ins Stolpern geraten. (17. Juni 2017)
Iroz Gaizka, Keystone
Kurz zuvor hatte Fandiño in der Arena noch triumphiert, als er einen anderen Stier besiegt und ihm ein Ohr abgeschnitten hatte. (17. Juni 2017)
Kurz zuvor hatte Fandiño in der Arena noch triumphiert, als er einen anderen Stier besiegt und ihm ein Ohr abgeschnitten hatte. (17. Juni 2017)
Iroz Gaizka, Keystone
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Der spanische Torero Ivan Fandiño ist bei einem Unglück in einer Stierkampfarena ums Leben gekommen. Der 36-Jährige erlag am Samstagabend nach Angaben aus Stierkampfkreisen im Spital von Aire-sur-l'Adour in Südwestfrankreich seinen schweren Verletzungen.

Fandiño hatte sich während eines Stierkampfs in seiner Capa verfangen und war ins Stolpern geraten. Daraufhin bohrte sich ein Horn des Stiers von hinten durch die Lunge des Toreros.

Kurz zuvor hatte Fandiño in der Arena noch triumphiert, als er einen anderen Stier besiegt und ihm ein Ohr abgeschnitten hatte.

Trauer um «grosse Persönlichkeit»

Das spanische Königshaus schrieb auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter, es trauere um eine «grosse Persönlichkeit des Stierkampfes». Auch der konservative Regierungschef Mariano Rajoy sprach von einer «traurigen Nachricht». Stierkämpfer aus Spanien und Frankreich würdigten Fandiño als grossen Kämpfer.

Fandiño ist bereits der zweite spanische Torero, der in einem Zeitraum von zwölf Monaten im Kampf getötet wurde. Im Juli 2016 verfolgten entsetzte Fernsehzuschauer live mit, wie ein Stier mit seinen Hörnern die Brust des 29-jährigen Victor Barrio durchbohrte. Kurz zuvor war ein mexikanischer Torero nach einem ähnlichen Vorfall seinen Verletzungen erlegen.

Umstrittenes Kulturerbe

Der Stierkampf ist in Spanien immer noch sehr beliebt. In dem Land verfolgen geschätzte sechs Millionen Fans hunderte von Kämpfen im Jahr. 2015 erklärte die Regierung den Stierkampf zum «immateriellen Kulturerbe». Allerdings gibt es zunehmend Widerstand gegen diese Tradition, die von Tierschützern kritisiert wird. Im Mai beteiligten sich tausende Menschen in der spanischen Hauptstadt Madrid an einer Demonstration gegen den Stierkampf.

Der Stierkampf beschäftigt auch die Justiz. Der Oberste Gerichtshof Spaniens hob im Oktober ein seit rund vier Jahren geltendes Stierkampf-Verbot der Region Katalonien auf. Die Richter urteilten, die Kämpfe seien ein wichtiger Teil der spanischen kulturellen Tradition.

(SDA)

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