Zum Hauptinhalt springen

Tod einer Bardame

Aus nichtigem Anlass hat ein Mann in einer Genfer Bar eine Frau erschossen. Wer war das Opfer? Und wer der Täter?

Am Tag, nachdem ihr ein Mann mit einem Revolver in den Kopf geschossen hat, erliegt die Frau in einem Genfer Spital ihren schweren Verletzungen. Sie hiess Fatou, war 34 Jahre alt, stammte aus Senegal. Sie war als 17-Jährige mit ihrer Familie in die Schweiz gekommen. Und Fatou kannte Jeff, den Täter. Der 57-jährige Engländer war Stammgast in der Genfer Bar «Good Time», wo die Frau seit ein paar Jahren arbeitete. Laut der Westschweizer Zeitung «Le Matin», die dem Tötungsdelikt vom Dienstagabend nachgegangen ist, sollen sich das Opfer und der Täter gut verstanden haben.

Am Abend, als die Frau aus Senegal erschossen wurde, war der Täter, der in der Nähe der Bar wohnt, sehr betrunken gewesen. Und er hatte nicht genügend Geld im Portemonnaie, um seine Konsumation zu begleichen. Wegen der offenen Rechnung kam es zu einem heftigen Streit mit dem Barpersonal, worauf die Polizei intervenieren musste. Die Polizei stellte den 57-Jährigen vor die Türe. Er ging nach Hause. Das Schlimme sollte aber noch kommen.

Der Täter mochte die Barfrau

Der betrunkene Mann kehrte mit einem Revolver in die Bar zurück. Aus kurzer Distanz schoss er Fatou in den Kopf, verliess das Lokal und verfolgte auf der Strasse eine zufällig anwesende Frau. Dank Zeugenaussagen gelang es der Polizei rasch, den Todesschützen festzunehmen. Bei der Festnahme trug er einen Revolver vom Kaliber 357 Magnum auf sich. Gemäss der Genfer Justiz wird der Mann der vorsätzlichen Tötung, möglicherweise sogar des Mordes beschuldigt.

Die Chefin der «Good Time»-Bar sagt, dass alle Gäste Fatou geschätzt hätten. «Sie war sehr natürlich, immer guter Laune, sehr sanft. Es ist kaum zu fassen, was passiert ist.» Jeff habe Fatou sehr gemocht, sagte die Augenzeugin der Bluttat weiter. «Er war immer nett, ich nannte ihn den Gentleman aus London.»

Depressiv und Alkoholiker

Gemäss anderen Zeugen ist der Täter ein schwerer Alkoholiker. Er habe bei Denner immer sehr viel Wein und Whisky eingekauft. Und er habe sehr aggressiv werden können, wenn er zu viel getrunken habe. Laut «Le Matin» ist er chronisch depressiv und lebt seit über zehn Jahren von der IV. Der Anwalt des Engländers, der nun in U-Haft sitzt, beschreibt seinen Klienten so: «Er ist ein sympathischer Mensch mit britischem Humor. Er ist aber auch sehr traurig.»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch