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Terroristin besuchte renommierte Koranschule

Tashfeen Malik studierte in Pakistan den Islam. Sie sei immer «ernster und strenger» geworden.

Im kalifornischen San Bernardino kam es am 2. Dezember 2015 zu einer Schiesserei: Eine Spezialeinheit trifft am Tatort ein.
Im kalifornischen San Bernardino kam es am 2. Dezember 2015 zu einer Schiesserei: Eine Spezialeinheit trifft am Tatort ein.
Doug Saunders, Keystone
Der Angriff ereignete sich in einer Nonprofitorganisation, die mit Menschen mit geistiger Behinderung arbeitet. (2.12.2015)
Der Angriff ereignete sich in einer Nonprofitorganisation, die mit Menschen mit geistiger Behinderung arbeitet. (2.12.2015)
Doug Saunders, Keystone
Die Zeitung «Los Angeles Times» berichtete unter Berufung auf eine Polizeisprecherin, der oder die Täter seien schwer bewaffnet und trügen möglicherweise schusssichere Westen. (2.12.2015)
Die Zeitung «Los Angeles Times» berichtete unter Berufung auf eine Polizeisprecherin, der oder die Täter seien schwer bewaffnet und trügen möglicherweise schusssichere Westen. (2.12.2015)
Chris Carlson, Keystone
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Die Attentäterin von San Bernardino war Schülerin einer renomierten Koranschule in Pakistan. Tashfeen Malik habe laut einer Lehrerin das Al-Huda-Institut im zentralpakistanischen Multan besucht.

«Es war ein zweijähriger Kurs, aber sie hat ihn nicht zu Ende gemacht», sagte diese. «Sie war ein gutes Mädchen. Ich weiss nicht, warum sie gegangen ist und was mit ihr passiert ist.» Die Lehrerin teilte nicht mit, wann Malik das Institut besuchte.

Frühere Kommilitoninnen von Malik in der Bahauddin Zakariya Universität sagten aber, Malik habe die Koranschule im Anschluss an die Seminare in der Uni besucht, an der sie von 2007 bis 2013 Pharmazie studiert habe. Eine Kommilitonin, die nicht namentlich genannt werden wollte, sagte, Malik habe sich durch die Koranschule «drastisch verändert» und sei immer «ernster und strenger» geworden.

Ideologisch nahe bei Taliban

Ein Verwaltungsvertreter der Koranschule sagte, er könne weder bestätigen noch dementieren, dass Malik an dem Institut eingeschrieben gewesen sei. Die Al-Huda-Institut habe aber nichts mit dem Anschlag in San Bernardino zu tun und sei «nicht verantwortlich für die persönlichen Taten unserer Schüler».

Das Angebot des 1994 gegründeten Instituts richtet sich an Frauen aus der Mittel- und Oberschicht, die sich intensiver mit dem Islam auseinandersetzen. Es unterhält auch Büros in den USA, in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Indien und in Grossbritannien.

Die Koranschule hat keine bekannten Verbindungen zu Extremisten. Kritiker warfen dem Al-Huda-Institut allerdings vor, ideologisch den radikalislamischen Taliban nahe zu stehen.

Die 29-jährige Malik hatte am Mittwoch mit ihrem 28-jährigen Ehemann Syed Farook, einem pakistanischstämmigen US-Bürger, eine Weihnachtsfeier in einer Sozialeinrichtung in San Bernardino bei Los Angeles gestürmt. Das Paar tötete 14 Menschen und verletzte 21 weitere, bevor es von der Polizei erschossen wurde.

Am Freitag stufte die US-Bundespolizei FBI die Tat als «Terrorakt» ein. Malik soll vorher der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) auf Facebook die Treue geschworen haben, ihr Mann soll früher Kontakt zu islamistischen Extremisten gehabt haben.

AFP/ij

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