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Teenager erschiesst Eltern und drei Geschwister

Bei Albuquerque in New Mexico wurde ein 15-Jähriger verhaftet, weil er seine Eltern und seine kleinen Geschwister im Alter von zwei, fünf und neun Jahren getötet haben soll. Der Familienvater war ein Geistlicher.

Bluttat im Süden der USA: Ein Einsatzwagen am Tatort in Albuquerque, New Mexico. (20. Januar 2013)
Bluttat im Süden der USA: Ein Einsatzwagen am Tatort in Albuquerque, New Mexico. (20. Januar 2013)
Keystone

Familiendrama mit fünf Toten in den USA: Der 15-jährige Sohn eines Geistlichen soll seine Eltern und drei kleinen Geschwister erschossen haben. Er wurde unter Mordverdacht festgenommen. Die Hintergründe waren am Sonntag (Ortszeit) noch völlig unklar.

Die Bluttat ereignete sich nach Angaben der Polizei am Samstagabend in einem Wohnhaus in einer ländlichen Gegend von Albuquerque im US-Staat New Mexico. Die Opfer sind ein Feuerwehrseelsorger und ehrenamtlicher Gefängniskaplan, seine Frau, der neunjährige Sohn und die fünf und zwei Jahre alten Töchter. Sie wiesen nach Angaben der Ermittlungsbehörden jeweils mehrere Schussverletzungen auf.

Im Haus wurden mehrere Schusswaffen gefunden, darunter ein halb automatisches Gewehr. Der Tatort war am Sonntag noch zur Spurensicherung weiträumig abgesperrt. Weitere Einzelheiten zu dem Fall wollte die Polizei nicht vor Dienstag bekannt geben.

Ex-Senator trauert um Bruder

Die Polizei erklärte, der Jugendliche im mittleren bis späten Teenageralter sei in Haft – laut dem TV-Sender KOB 4 soll er 15 Jahre alt sein. Er wird laut Polizei des zweifachen Mordes und dreifachen «Kindesmissbrauchs mit Todesfolge» beschuldigt.

Zur Identität und zum Verhältnis der Opfer untereinander beziehungsweise zum mutmasslichen Täter machte die Polizei zunächst keine Angaben. Laut dem US-Nachrichtenportal CNN.com handelt es sich beim 51-jährigen Vater um den Bruder des früheren US-Senators Eric Griego. Dieser sagte in einem offiziellen Statement: «Unsere Familie ist nach dieser Tragödie in Trauer.» Er bedankte sich für die Anteilnahme und bat die Medien um Rücksichtnahme auf die Privatsphäre der Familie.

Zu dem Mordfall kam es nur wenige Tage, nachdem US-Präsident Barack Obama eine Reihe von Massnahmen vorgeschlagen hatte, um Gewalt mit Waffen einzudämmen. Anlass war das Schulmassaker von Newtown im vergangenen Monat, bei dem 20 Kinder getötet worden waren. Zu den von Obama angestrebten Beschränkungen gehören ein Verbot von bestimmten Sturmgewehrarten und die Schliessung von rechtlichen Lücken, die es Waffenkäufern erlaubt, Identitätsüberprüfungen zu umgehen.

dapd/fko/kle

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