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Tausende Liter Öl bedrohen philippinische Küste

Drei Tage nach dem Fährunglück vor den Philippinen sind bereits 55 Leichen geborgen, Dutzende Menschen werden noch vermisst. An der Unfallstelle hat sich ein Ölteppich gebildet.

Schweröl und Diesel liefen aus: Ein Mann kämpft sich durch einen verschmutzten Küstenabschnitt. (18. August 2013)
Schweröl und Diesel liefen aus: Ein Mann kämpft sich durch einen verschmutzten Küstenabschnitt. (18. August 2013)
AFP
Nach dem Unglück: Das mit der Fähre kollidierte Frachtschiff und Rettungsinseln vor der Stadt Cebu. (17. August 2013)
Nach dem Unglück: Das mit der Fähre kollidierte Frachtschiff und Rettungsinseln vor der Stadt Cebu. (17. August 2013)
Erik De Castro, Reuters
Helfer tragen ein überlebendes Kind in ein Spital in Talisay.
Helfer tragen ein überlebendes Kind in ein Spital in Talisay.
Reuters
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Bei dem Fährunglück vor den Philippinen sind wahrscheinlich mehr als 100 Menschen umgekommen. Jetzt droht auch noch eine Ölverschmutzung: Die Fähre hatte Tausende Liter Öl an Bord.

Bis heute Montag, fast drei Tagen nach dem Unglück, bargen Taucher 55 Leichen, wie die Küstenwache berichtete. 65 Menschen würden noch vermisst. Sie seien womöglich im Wrack eingeschlossen. Es liegt vor der Insel Cebu auf 45 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund.

Die Bergungsarbeiten wurden durch raue See erschwert. «Wir beten, dass die Vermissten noch leben», sagte der Gouverneur von Cebu, Junjun Davide. Einige könnten sich aus eigenen Kräften ans Ufer gerettet und nicht bei den Behörden gemeldet haben.

Die Fähre «MV St Thomas Aquinas» war am Freitagabend in Hafennähe mit dem Frachter «MV Sulpicio Express 7» zusammengestossen und gesunken. 750 Menschen wurden gerettet. Die 38 Mann auf dem Frachter überlebten. Die offizielle Untersuchung der Unglücksursache hat noch nicht begonnen. Ein Kommandant der Küstenwache sprach am Sonntag von menschlichem Versagen.

Ölteppich an Unfallstelle

Die Fähre hatte nach Angaben des Eigners 2Go Group 20'000 Liter Diesel, 120'000 Liter Rohöl und 20'000 Liter Schmieröl an Bord. An der Unglücksstelle bildete sich ein Ölteppich. Das Unternehmen flog Spezialisten ein, um die Ölverschmutzung einzudämmen.

Der Frachter gehört der Firma Philippine Span Asia Carrier. Schiffe dieses Unternehmens waren schon vier Mal in tödliche Schiffskollisionen verwickelt, darunter in die Kollision einer Fähre mit einem Öltanker 1987, als 4500 Menschen ums Leben kamen. Das Unternehmen hiess früher Sulpicio Lines.

SDA/fko

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