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«Täter sind nicht zum ersten Mal auffällig geworden»

Laut Gerichtspsychiater Frank Urbaniok könnte die internationale Fahndung zu den Mördern von Rupperswil führen. Er geht von mindestens zwei Tätern aus.

Die gefundenen DNA-Profile erzielten keine Treffer in den Datenbanken: Aargauer Ermittler und Staatsanwälte informierten in Schafisheim AG. (18. Februar 2016)
Die gefundenen DNA-Profile erzielten keine Treffer in den Datenbanken: Aargauer Ermittler und Staatsanwälte informierten in Schafisheim AG. (18. Februar 2016)
Alexandra Wey, Keystone
«Wir wollen nicht alles, was wir wissen, veröffentlichen»: Der leitende Staatsanwalt des Kantons Aargau, Philipp Umbricht, an der Medienkonferenz.
«Wir wollen nicht alles, was wir wissen, veröffentlichen»: Der leitende Staatsanwalt des Kantons Aargau, Philipp Umbricht, an der Medienkonferenz.
Alexandra Wey, Keystone
Spurensuche: Ein Polizist leuchtet mit einer Taschenlampe in einen Schacht. (21. Dezember 2015)
Spurensuche: Ein Polizist leuchtet mit einer Taschenlampe in einen Schacht. (21. Dezember 2015)
Keystone
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Vor einer Woche fand die Feuerwehr in einem brennenden Haus in Rupperswil AG vier Leichen. Die 48-jährige Carla S., ihre beiden Söhne im Alter von 13 und 19 Jahren sowie die 21-jährige Freundin des älteren Sohnes wurden erstochen. Danach zündeten die Täter das Haus an, um Spuren zu verwischen. Die Polizei hat noch keine Verdächtigen verhaftet.

Laut dem Forensiker Frank Urbaniok ist die Chance gross, dass die Mörder bereits früher mit der Justiz im In- und Ausland zu tun hatten. «Bei einer so ausgeprägten Brutalität muss man davon ausgehen, dass die Täter nicht zum ersten Mal in dieser Weise auffällig geworden sind», sagt er in einem Interview mit Tele M1. Deshalb könnte die internationale Fahndung über Interpol und die Suche nach möglichen Verbindungen zu früheren Verbrechen zum Erfolg führen.

Keinen Zugang zu Schusswaffen

Ungewöhnlich findet der Gerichtspsychiater den Umstand, dass die Tötungen mit Messern ausgeführt worden sind. Normalerweise kämen in solchen Fällen Schusswaffen zum Einsatz. «Das weist darauf hin, dass die Täter keinen Zugang zu Schusswaffen hatten. Stichwort Jugendliche oder Raubtäter, die bisher keine Schusswaffen benutzt haben», sagt er im Bericht weiter.

Ganz klar ist für ihn, dass die Täter mindestens zu zweit waren. Denkbar wäre, dass einer der beiden Carla S. zur Bank begleitete und der andere im Haus bei ihren Söhnen und der Freundin des älteren Sohnes blieb.

Dass die Mutter nicht Alarm schlug, erklärt er damit, dass man in einer solchen Situation unter grossem Druck stehe. Die Sorge um die Angehörigen stehe im Vordergrund. Als Aussenstehender zu sagen, sie hätte doch etwas tun können, sei fehl am Platz.

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