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Super-Taifun nähert sich Atomkraftwerk von Fukushima an

Bereits hat der tropische Wirbelsturm «Neoguri» sieben Todesopfer gefordert. Er hat sich inzwischen abgeschwächt - doch die Behörden geben noch keine Entwarnung.

Eine Schlammlawine zerstört in Nagiso Strassen und Häuser. (10. Juli 2014)
Eine Schlammlawine zerstört in Nagiso Strassen und Häuser. (10. Juli 2014)
Reuters
Mindestens 28 Verletzte in Japan: Wellen am Strand von Busan, Südkorea. (9. Juli 2014)
Mindestens 28 Verletzte in Japan: Wellen am Strand von Busan, Südkorea. (9. Juli 2014)
EPA/YNA, Keystone
Der deutsche Astronaut Alexander Gerst konnte von der Internationalen Raumstation ISS den Taifun fotografieren. (8. Juli 2014)
Der deutsche Astronaut Alexander Gerst konnte von der Internationalen Raumstation ISS den Taifun fotografieren. (8. Juli 2014)
Esa / Nasa / Alexander Gerst, AFP
Ein Holzhaus in Okinawa, das den starken Winden zum Opfer fiel. (8. Juli 2014)
Ein Holzhaus in Okinawa, das den starken Winden zum Opfer fiel. (8. Juli 2014)
JIJI PRESS, AFP
Tausende Menschen wurden aufgefordert, ihre Häuser zu evakuieren: Zwei Frauen suchen Schutz vor starken Winden auf der Insel Okinawa. (8. Juli 2014)
Tausende Menschen wurden aufgefordert, ihre Häuser zu evakuieren: Zwei Frauen suchen Schutz vor starken Winden auf der Insel Okinawa. (8. Juli 2014)
JIJI PRESS, AFP
Böen von bis zu 250 km/h: Ein Satellitenbild von Neoguri. (7. Juli 2014)
Böen von bis zu 250 km/h: Ein Satellitenbild von Neoguri. (7. Juli 2014)
NOAA, Reuters
Neoguri hat auch Auswirkungen auf Korea: Hohe Wellen treffen auf eine Insel südlich der Halbinsel. (8. Juli 2014)
Neoguri hat auch Auswirkungen auf Korea: Hohe Wellen treffen auf eine Insel südlich der Halbinsel. (8. Juli 2014)
Keystone
Erreichte am Dienstag die japanische Küste: Ein Fischereipatrouillenboot wird in einem Hafen zur Sicherheit vor dem Taifun vertäut. (8. Juli 2014)
Erreichte am Dienstag die japanische Küste: Ein Fischereipatrouillenboot wird in einem Hafen zur Sicherheit vor dem Taifun vertäut. (8. Juli 2014)
EPA/HITOSHI MAESHIRO, Keystone
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Begleitet von schweren Regenstürmen, Erdrutschen und Überschwemmungen hat der Supertaifun «Neoguri» am Donnerstag Kyushu, die erste der vier japanischen Hauptinseln, erreicht. Der Taifun hat inzwischen mindestens sieben Menschen in Tod gerissen. Dutzende weitere wurden verletzt.

In der Provinz Nagano hatte sich am Mittwoch ein Seitenarm des Flusses Kiso in eine reissende Schlammflut verwandelt. Das Haus einer vierköpfigen Familie wurde von einem Erdrutsch getroffen, der zwölfjährige Sohn starb.

Am Dienstag hatte der Taifun einen Mann von seinem Fischerboot gerissen. Ein weiterer Fischer verunglückte in der auf Kyushu gelegenen Provinz Kumamoto. Andere Opfer ertranken in Flüssen, Gräben oder beim Schwimmen im Meer.

Zuflucht in Schutzräumen

Auf der Hauptinsel Kyushu wurden am Donnerstag hunderttausende Menschen aufgefordert, sich auf Evakuierungen vorzubereiten oder Zuflucht in Schutzräumen zu suchen. Im Laufe des Tages liess «Neoguri» Kyushu hinter sich und zog in Richtung der nordöstlich gelegenen Insel Shikoku.

In Tausenden Haushalten auf Kyushu und Shikoku fiel am Donnerstag der Strom aus. In der Provinz Yamagata standen Reisfelder, Strassen und Häuser unter Wasser. Rund 200 Flüge wurden gestrichen. Auch Bus- und Zugverbindungen waren unterbrochen. Mehrere grosse Fabriken im Südwesten Japans wurden wegen des Unwetters geschlossen.

Vorkehrungen in Fukushima

Laut Wetterdienst dürfte «Neoguri» in der Nacht auf Freitag die Hauptinsel Honshu mit der Hauptstadt Tokio und dem havarierten Atomkraftwerk von Fukushima erreichen. Über Tokio dürfte er am frühen Freitag hinwegziehen, bevor «Neoguri» (koreanisch für «Waschbär») auf das Meer hinaus abdreht.

Die Ausläufer des Taifuns könnten auch das havarierte AKW in der Präfektur Fukushima treffen. Dessen Betreiber trafen nach eigenen Angaben bereits Vorkehrungen - unter anderem soll verhindert werden, dass Wasser in das Gelände eindringt.

Deutlich abgeschwächt

Inzwischen schwächte sich der Taifun deutlich ab. Die Windgeschwindigkeiten verringerten sich von mehr als 250 auf gut 100 Kilometer pro Stunde. Die Behörden warnen aber weiter vor heftigem Regen und der Gefahr von Erdrutschen.

Japan wird häufig von Taifunen heimgesucht. Ein zerstörerischer Wirbelsturm wie «Neoguri» ist zu dieser Jahreszeit aber ungewöhnlich. Der Taifun habe sich mit einer Regenfront vermengt, erklärte ein Meteorologe den mit ihm einhergehenden sintflutartigen Regen.

(SDA)

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