Studenten brauchen öfter psychologische Hilfe

Der Druck an Universitäten nimmt zu. Viele Studenten zeigen daher immer häufiger Symptome von Burnout und Depressionen.

Der Druck hat für die Studierenden zugenommen: Blick in einen Hörsaal an der Universität Zürich. (Archivbild)

Der Druck hat für die Studierenden zugenommen: Blick in einen Hörsaal an der Universität Zürich. (Archivbild)

(Bild: Keystone Gaetan Bally)

2018 haben sich 1765 Studenten an geschulte Psychologen gewendet. Dies geht gemäss dem «SonntagsBlick» aus dem Jahresbericht der psychologischen Beratungsstelle der Uni Zürich und der ETH hervor. Die Zahl entspricht einer Zunahme von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, heisst es weiter. Insgesamt seien 3320 Beratungsgespräche durchgeführt worden. So viel wie noch nie. An den anderen Schweizer Universitäten sehe es ähnlich aus.

Markus Diem, Leiter der Basler Beratungsstelle, erklärt gegenüber der Zeitung: «Diese Entwicklung zieht sich in der Schweiz und in Deutschland seit Jahren hin.» Als Gründe nennt er die Digitalisierung, den gesellschaftlichen Druck zur Selbstoptimierung oder die Tendenz, keine negativen Gefühle mehr zuzulassen.

«Die Universität ist ein Umfeld, wo enormer Leistungsdruck herrscht. Die Arbeit ist nie fertig, und man könnte es immer besser machen», sagt auch Fatljume Halili, Vorsitzende des studentischen Vereins «Mind-Map». Zudem, so Halili, seien die Studienzeiten wegen des Bologna-Systems zwar kürzer, aber intensiver - und gleichzeitig müssten die meisten noch nebenbei arbeiten.

roy

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt