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Strasse nach Kandersteg noch vor Weihnachten vollständig offen

Die Kantonsstrasse von Frutigen nach Kandersteg soll noch vor Weihnachten wieder ganz dem Verkehr übergeben werden. Im Berner Oberland zeichnet sich mittlerweile die Gesamtsumme der Schäden ab.

Nur behelfsmässig geflickt: Die Strasse nach Kandersteg. (11. Oktober 2011)
Nur behelfsmässig geflickt: Die Strasse nach Kandersteg. (11. Oktober 2011)
Keystone
Muss geräumt werden: Die Strasse ins Lötschental ist beim Dorf Wiler verschüttet. (11. Oktober 2011)
Muss geräumt werden: Die Strasse ins Lötschental ist beim Dorf Wiler verschüttet. (11. Oktober 2011)
Keystone
Das für die Schifffahrt gefährliche Schwemmholz wird von der Seepolizei in Bönigen weggeräumt.
Das für die Schifffahrt gefährliche Schwemmholz wird von der Seepolizei in Bönigen weggeräumt.
Wolfgang Hörer, Leserreporter
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Die bei einem Unwetter letzte Woche stark beschädigte Kantonsstrasse von Frutigen nach Kandersteg soll noch vor Weihnachten wieder voll in Betrieb gehen. Die Bahn fährt ab kommendem Montag wieder. Beim Unwetter am 10. Oktober trat die Kander bei Mitholz über die Ufer und richtete grosse Schäden an Gebäuden und Infrastrukturbauten an. In Mitleidenschaft gezogen wurde unter anderem der Lawinenschutztunnel in Mitholz. Dort spülten die Wassermassen den Belag aus.

Inzwischen laufen die Räumungs- und Sanierungsarbeiten auf Hochtouren. Die Strasse nach Kandersteg konnte am Freitag behelfsmässig wieder in Betrieb genommen werden. Die Wasser- und Schlammassen unterspülten auch das Bahngeleise auf einer Länge von etwa einem halben Kilometer. Das Bahnunternehmen BLS will die Strecke ab kommendem Montag zumindest eingleisig wieder befahren, wie es mitteilte. Das zweite Gleis kann voraussichtlich erst gegen Ende November fertiggestellt werden.

Schutzbauten bewährt

Die BLS muss auf der unterspülten Strecke an die 200 Meter neue Schienen und eine neue Weiche verbauen. Dazu kommen rund 200 Holz- und gegen 1600 Betonschwellen und an die 3500 Tonnen Schotter. Die Schäden schätzt das Unternehmen auf fünf bis sechs Millionen Franken.

Die bernische Bau-, Verkehrs- und Energiedirektorin Barbara Egger- Jenzer machte sich laut Mitteilung ihrer Direktion ein Bild der Lage in Mitholz. Den Betroffenen Kandertalern drückte sie ihr Mitgefühl aus. Froh zeigte sich Egger, dass sich die in den letzten Jahren verwirklichten Schutzbauten bewährt hatten.

Zweistellige Millionenschäden

Die Hochwasser von vergangener Woche dürften im Berner Oberland Schäden von mindestens 30 bis 35 Millionen Franken an Häusern, Möbeln, Strassen und Schienen angerichtet haben. Diese vorläufige Bilanz ziehen Bahnen, Versicherungen und der Kanton Bern. Die Berner Oberland-Bahnen und die Zentralbahn schätzen die Schäden an ihren Anlagen auf zwei respektive drei bis vier Millionen Franken, wie Sprecher auf Anfrage Angaben des «Berner Oberländer» vom Dienstag bestätigten.

Dazu kommen rund 10 Millionen Franken, welche die Gebäudeversicherung Bern ihren Kunden auszahlen dürfte, und fünf Millionen Franken, welche die Schweizerische Mobiliar aufwenden muss. Diese Zahlen haben Sprecherinnnen der beiden Unternehmen in den letzten Tagen bekanntgegeben.

Geht man von weiteren Kosten bei Gemeinden und Versicherungen aus, kommt man auf mindestens 30 bis 35 Millionen Franken Schäden durch die Hochwasser im Berner Oberland.

SDA/kpn

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