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Stargeiger Rieu geht gegen hohe Busse vor

André Rieu hat eine Geldbusse angefochten, die er zahlen soll, weil er minderjährige Musiker nachts beschäftigt hat.

Schwierigkeiten mit den Behörden: André Rieu anlässlich eines Auftrittes in Arnhem. (Archiv)
Schwierigkeiten mit den Behörden: André Rieu anlässlich eines Auftrittes in Arnhem. (Archiv)
Piroschka van de Wouw, AFP

Der Stargeiger André Rieu hat eine Geldstrafe angefochten, die er wegen des Einsatzes minderjähriger Musiker bei Konzerten zu später Stunde zahlen soll. Die Geldstrafe von 116'000 Euro (rund 135'000 Franken) sei «absurd hoch und unverhältnismässig», sagte heute sein Anwalt Sander Lely. «Die Kinder waren zu der Uhrzeit für ein paar Minuten auf der Bühne, aber sie haben dem Publikum bloss am Ende des Konzerts zugewunken.»

Ursprünglich sollte Rieu sogar 236.000 Euro zahlen, der Betrag wurde dann aber verringert. Bei Rieus Konzerten sei es üblich, dass sich alle am Konzert Beteiligten am Ende vom Publikum verabschieden, erklärte der Anwalt.

Die jungen rumänischen Panflötenspieler, die Rieu zur Kinderarbeit gezwungen haben soll, waren im Jahr 2015 bei sieben seiner Konzerte in Rieus Geburtsstadt Maastricht aufgetreten. Nach Angaben des niederländischen Gewerbeaufsichtsamtes handelte es sich um elf Kinder im Alter von neun bis zwölf Jahren, die zwischen 19.00 Uhr und Mitternacht gearbeitet hatten.

In den Niederlanden dürfen Kinder und Jugendliche nach 23.00 Uhr nicht mehr auftreten. André Rieu, der auch den Spitznamen «Walzerkönig» hat, gilt als der weltweit bekannteste moderne Geiger. Er hat bereits mehr als 40 Millionen Platten verkauft. sae/pw

(AFP)

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