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Spanische Krankenschwester frei von Ebola-Viren

Die Krankenschwester, die sich als erste in Spanien mit Ebola ansteckte, ist offenbar auf dem Weg der Besserung.

Ihrer Patientin geht es besser: Angestellte auf der Isolationsstation im Krankenhaus Carlos III. (12. Oktober 2014)
Ihrer Patientin geht es besser: Angestellte auf der Isolationsstation im Krankenhaus Carlos III. (12. Oktober 2014)

Die spanische Krankenpflegerin, die sich als erster Mensch ausserhalb Afrikas mit dem Ebolavirus infizierte, ist offenbar ausser Lebensgefahr. Ein Test auf das Virus war am Sonntag negativ, wie die Regierung in Madrid mitteilte. Ein weiterer Test werde im Verlauf des Abends vorgenommen, hiess es. Der Gesundheitszustand der Patientin entwickele sich positiv.

Die 44 Jahre alte Krankenpflegerin Teresa Romero war am 6. Oktober in die Madrider Klinik Carlos III. eingeliefert worden, wo sie selbst arbeitete. Im August und September starben dort zwei spanische Missionare nach ihrer Rückkehr aus Westafrika an Ebola. Mit der gefährlichen Seuche infizierte sie sich ersten Erkenntnissen zufolge, als sie beim Ablegen ihrer Schutzkleidung ihr Gesicht unbeabsichtigt mit einem infizierten Arbeitshandschuh berührte.

15 Menschen, die vor der Ebola-Diagnose Kontakt zu Romero hatten, darunter ihr Ehemann, stehen in der Klinik weiter unter Beobachtung. Bislang seien bei ihnen noch keine Ebola-Symptome festgestellt worden, hiess es in der Mitteilung. Die Inkubationszeit für das Virus beträgt 21 Tage.

Hagel lässt Spezialteam bilden

US-Verteidigungsminister Chuck Hagel hat derweil die Bildung eines mobilen Teams von Spezialisten für Einsätze bei künftigen Ebola-Fällen in den USA angeordnet. Wie Sprecher John Kirby am Sonntag mitteilte, wird die Gruppe vom Chef des US-Nordkommandos, General Chuck Jacoby, zusammengestellt und aus 20 Pflegern, fünf Ärzten und fünf Ausbildern bestehen, die sich bei Infektionskrankheiten auskennen.

Das Team soll in der kommenden Woche in Fort Sam Houston (Texas) zunächst ein siebentägiges Training beginnen und dann 30 Tage lang für Einsätze ausschliesslich in den USA bereitstehen, hiess es weiter. Hagel folge mit dem Schritt einem Ersuchen des US-Gesundheitsministeriums.

In den USA war in den vergangenen Tagen massive Kritik am Umgang mit Ebola-Patienten laut geworden, nachdem sich zwei Krankenschwestern in einer Klinik in Dallas (Texas) bei einem Erkankten aus Liberia angesteckt hatten.

sda/AFP/fko

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