Sohn von Drogenboss «El Chapo» wieder in Freiheit

Gemäss einem Angehörigen ist der 29-jährige Jesús wieder auf freiem Fuss. Der Sohn des inhaftierten mexikanischen Drogenbarons Guzmán war am Montag verschleppt worden.

Hinter der Entführung soll ein rivalisierendes Drogenkartell gesteckt haben: Jesus Alfredo Guzman Salazar (r.), Sohn von Drogenboss Joaquín «El Chapo» Guzmán, sowie Kevin Beltran Rios in Mexiko City während ihrer Inhaftierung durch die mexikanische Marine. (21. Juni 2012)

Hinter der Entführung soll ein rivalisierendes Drogenkartell gesteckt haben: Jesus Alfredo Guzman Salazar (r.), Sohn von Drogenboss Joaquín «El Chapo» Guzmán, sowie Kevin Beltran Rios in Mexiko City während ihrer Inhaftierung durch die mexikanische Marine. (21. Juni 2012)

(Bild: Keystone AP Photo/Eduardo Verdugo)

Der Sohn des inhaftierten mexikanischen Drogenbarons Joaquín «El Chapo» Guzmán ist offenbar wieder auf freiem Fuss. Jesús Alfredo Guzmán Salazar und fünf weitere Geiseln seien von den Entführern freigelassen worden, sagte ein Angehöriger, der namentlich nicht genannt werden wollte, am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. «Es wurde die ganze Zeit verhandelt, aber jetzt sind sie frei und wohlauf.»

Der 29-jährige Guzmán Salazar und seine Begleiter waren am Montag in einem Edelrestaurant im Pazifik-Badeort Puerto Vallarta von bewaffneten Angreifern verschleppt worden. Die Staatsanwaltschaft vermutete das rivalisierende Drogenkartell Jalisco Nueva Generación hinter der Tat.

Warnung vor Bandenkrieg

Jalisco Nueva Generación ist seit 2010 in Puerto Vallarta aktiv. Das Kartell entstand nach dem Tod des dortigen Anführers des Sinaloa-Kartells, Ignacio «Nacho» Coronel, und entwickelte sich zu einem der mächtigsten Drogenkartelle Mexikos. Die Behörden warnten nach der Entführung vor einem neuen Bandenkrieg zwischen Jalisco Nueva Generación und Guzmáns Sinaloa-Kartell.

«El Chapo» gilt als Chef des berüchtigten Sinaloa-Kartells, das eine wichtige Rolle bei der Versorgung des US-Drogenmarkts spielt. Derzeit sitzt in einem Bundesgefängnis in der Grenzstadt Ciudad Juárez und kämpft gegen seine Auslieferung an die USA.

Guzmán hatte im Juli vergangenen Jahres mit einem spektakulären Ausbruch für Schlagzeilen gesorgt. Bei einer filmreifen Flucht entwischte er durch einen zu seiner Gefängniszelle führenden Tunnel, den Helfer in monatelanger Arbeit gegraben haben müssen. Es war bereits sein zweiter Gefängnisausbruch. Nach monatelanger Fahndung wurde der 59-Jährige am 8. Januar gefasst.

foa/AFP

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