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Sohn von Drogenboss «El Chapo» entführt

Bei einem Überfall auf ein Restaurant in Mexiko sind sechs Männer verschleppt worden. Unter ihnen befindet sich offenbar ein Sohn des inhaftierten Joaquín «El Chapo» Guzmán.

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Sechs Männer gekidnappt, unter ihnen wohl ein Sohn von «El Chapo»: Bewaffnete Beamte vor dem Restaurant La Leche in Puerto Vallarta, wo es zu der Entführung kam. (16. August 2016)
Sechs Männer gekidnappt, unter ihnen wohl ein Sohn von «El Chapo»: Bewaffnete Beamte vor dem Restaurant La Leche in Puerto Vallarta, wo es zu der Entführung kam. (16. August 2016)
Ulises Ruiz Basurto/EPA, Keystone
Bereits länger sitzt Joaquin «El Chapo» Guzmán im Gefängnis. Er lässt in Haft sein Essen vorkosten – von seinem Hund.
Bereits länger sitzt Joaquin «El Chapo» Guzmán im Gefängnis. Er lässt in Haft sein Essen vorkosten – von seinem Hund.
Keystone
Der Anführer des Sinaloa-Kartells, «El Chapo», ist nach seiner Flucht im Juli wieder hinter Gittern (8. Januar 2015).
Der Anführer des Sinaloa-Kartells, «El Chapo», ist nach seiner Flucht im Juli wieder hinter Gittern (8. Januar 2015).
EPA/Jose Mendez, Keystone
Der Drogenboss empfing Sean Penn im Oktober 2015 in seinem Versteck. Der Hollywoodstar interviewte «El Chapo» sieben Stunden lange fürs «Rolling Stone»-Magazin.
Der Drogenboss empfing Sean Penn im Oktober 2015 in seinem Versteck. Der Hollywoodstar interviewte «El Chapo» sieben Stunden lange fürs «Rolling Stone»-Magazin.
Twitter/Rollinge Stone
Die mexikanische Schauspieleriin Kate del Castillo hat den Kontakt zwischen Sean Penn und dem Drogenbaron hergestellt. In Mexiko ist die Rolle der Frau sehr umstritten. (10. Januar 2016)
Die mexikanische Schauspieleriin Kate del Castillo hat den Kontakt zwischen Sean Penn und dem Drogenbaron hergestellt. In Mexiko ist die Rolle der Frau sehr umstritten. (10. Januar 2016)
Mark Ralston, AFP
«El Chapo», Penn und del Castillo – ein Trio, das nicht nur in Mexiko viel zu reden gibt.
«El Chapo», Penn und del Castillo – ein Trio, das nicht nur in Mexiko viel zu reden gibt.
Jörg Carstensen, Keystone
Eine Frau in Mexiko liest die Zeitung «La Jornada», in der die Story mit Penn und dem Gangsterboss abgedruckt ist. Nicht nur die Leserschaft, sondern auch die Ermittler haben noch einige Fragen an Penn und Vermittlerin del Castillo offen.
Eine Frau in Mexiko liest die Zeitung «La Jornada», in der die Story mit Penn und dem Gangsterboss abgedruckt ist. Nicht nur die Leserschaft, sondern auch die Ermittler haben noch einige Fragen an Penn und Vermittlerin del Castillo offen.
Alfredo Estrella, AFP
Ein Hinweis führte die Polizei zum Versteck des Drogenbosses: Mexikanischer Marine-Soldat sichert nach der Festnahme von Guzmán einen Kanal. (8. Januar 2016)
Ein Hinweis führte die Polizei zum Versteck des Drogenbosses: Mexikanischer Marine-Soldat sichert nach der Festnahme von Guzmán einen Kanal. (8. Januar 2016)
Keystone
Bei der Festnahme im mexikanischen Los Mochis, Sinaloa, sei ein Soldat verletzt worden. Die Soldaten selber hätten fünf Personen getötet und sechs festgenommen. (8. Januar 2016)
Bei der Festnahme im mexikanischen Los Mochis, Sinaloa, sei ein Soldat verletzt worden. Die Soldaten selber hätten fünf Personen getötet und sechs festgenommen. (8. Januar 2016)
Keystone
Joaquin «El Chapo» Guzmán gilt als Ausbrecherkönig. Zuletzt gelang ihm im Juli 2015 die Flucht aus dem Altiplano-Hochsicherheitsgefängnis in Almolay, Westmexiko. (12. Juli 2015)
Joaquin «El Chapo» Guzmán gilt als Ausbrecherkönig. Zuletzt gelang ihm im Juli 2015 die Flucht aus dem Altiplano-Hochsicherheitsgefängnis in Almolay, Westmexiko. (12. Juli 2015)
AP/Mexiko Staatsanwaltschaft, Keystone
Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto ist der Stolz an der Pressekonferenz anzusehen. «Mission erfüllt. Wir haben ihn», so verkündete der Staatschef zuvor die Festnahme des Drogenbosses auf seinem Twitter-Konto. (8. Januar 2016)
Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto ist der Stolz an der Pressekonferenz anzusehen. «Mission erfüllt. Wir haben ihn», so verkündete der Staatschef zuvor die Festnahme des Drogenbosses auf seinem Twitter-Konto. (8. Januar 2016)
Jose Mendez, Keystone
«Meine Anerkennung gilt dem Sicherheitskabinett der Regierung.» Staatschef Enrique Peña Nieto (l.) applaudiert Verteidigungsminister Salvador Cienfuegos Zepeda (r.). (8. Januar 2016)
«Meine Anerkennung gilt dem Sicherheitskabinett der Regierung.» Staatschef Enrique Peña Nieto (l.) applaudiert Verteidigungsminister Salvador Cienfuegos Zepeda (r.). (8. Januar 2016)
Jose Mendez, Keystone
Mit diesem ausgetüftelten Plan gelang Joaquín «El Chapo» Guzmán vor sieben Monaten die Flucht: Im Tunnel zum Gefängnis findet sich ein modifiziertes Motorrad auf Schienen, mit dem die Helfer des Drogenbarons offenbar den Aushub abtransportierten. (14. Juli 2015)
Mit diesem ausgetüftelten Plan gelang Joaquín «El Chapo» Guzmán vor sieben Monaten die Flucht: Im Tunnel zum Gefängnis findet sich ein modifiziertes Motorrad auf Schienen, mit dem die Helfer des Drogenbarons offenbar den Aushub abtransportierten. (14. Juli 2015)
AP Photo/Eduardo Verdugo
Auf den Aufnahmen, welche die mexikanischen Behörden während einer Pressekonferenz veröffentlicht haben, ist zu sehen, wie der inhaftierte Drogenboss durch die Dusche seiner Zelle flüchtet.
Auf den Aufnahmen, welche die mexikanischen Behörden während einer Pressekonferenz veröffentlicht haben, ist zu sehen, wie der inhaftierte Drogenboss durch die Dusche seiner Zelle flüchtet.
Alfredo Erstella, AFP
Hier gings runter: Ein Loch im Boden der Dusche diente als Eingang zum Tunnel. (14. Juli 2015)
Hier gings runter: Ein Loch im Boden der Dusche diente als Eingang zum Tunnel. (14. Juli 2015)
Alfredo Erstella, AFP
Für Belüftung und Beleuchtung war gesorgt: Die Decke des 1,5 Kilometer langen Tunnels. (14. Juli 2015)
Für Belüftung und Beleuchtung war gesorgt: Die Decke des 1,5 Kilometer langen Tunnels. (14. Juli 2015)
Alfredo Erstella, AFP
Reicht tief ins Erdreich: Der Schacht, durch den Guzmán mittels Leiter in den Keller eines Hauses in Almoloya de Juárez gelangte. (14. Juli 2015)
Reicht tief ins Erdreich: Der Schacht, durch den Guzmán mittels Leiter in den Keller eines Hauses in Almoloya de Juárez gelangte. (14. Juli 2015)
Mario Vasquez, AFP
Spurensuche: Ein Beamter untersucht den Ausgang des Fluchttunnels. (14. Juli 2015)
Spurensuche: Ein Beamter untersucht den Ausgang des Fluchttunnels. (14. Juli 2015)
Mario Vasquez, AFP
Erster Augenschein: Mexikos Generalstaatsanwältin Arely Gómez González (2.v.r.) schaut sich den Eingang zum Keller an. (12. Juli, 2015)
Erster Augenschein: Mexikos Generalstaatsanwältin Arely Gómez González (2.v.r.) schaut sich den Eingang zum Keller an. (12. Juli, 2015)
Reuters
Unscheinbarer Ausgang: Haus in Almoloya de Juárez, unter dem der Tunnel endete. (12. Juli, 2015)
Unscheinbarer Ausgang: Haus in Almoloya de Juárez, unter dem der Tunnel endete. (12. Juli, 2015)
Yuri Cortez, AFP
Spuren der Helfer? Kleider und Schuhe liegen im Haus. (12. Juli, 2015)
Spuren der Helfer? Kleider und Schuhe liegen im Haus. (12. Juli, 2015)
Reuters
Hochsicherheitsgefängnis Altiplano in Almoloya westlich von Mexiko-Stadt: Hier sass Drogenboss Joaquín «El Chapo» Guzmán in Haft. (12. Juli, 2015)
Hochsicherheitsgefängnis Altiplano in Almoloya westlich von Mexiko-Stadt: Hier sass Drogenboss Joaquín «El Chapo» Guzmán in Haft. (12. Juli, 2015)
AP/Marco Ugarte
Guzmán entkommt den Behörden bereits zum zweiten Mal: Bundespolizei vor dem Hochsicherheitsgefängnis. (12. Juli, 2015)
Guzmán entkommt den Behörden bereits zum zweiten Mal: Bundespolizei vor dem Hochsicherheitsgefängnis. (12. Juli, 2015)
AP/Marco Ugarte
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Bei der Entführung in einem Luxus-Restaurant in dem mexikanischen Touristenort Puerto Vallarta ist unter anderen ein Sohn des inhaftierten Drogenbosses Joaquín «El Chapo» Guzmán verschleppt worden. Der Generalstaatsanwalt des Bundesstaates Jalisco, Eduardo Almaguer, bestätigte am Dienstag, dass sich der 29-jährige Jesús Alfredo Guzmán Salazar unter den sechs Männern befunden habe, die Bewaffnete am frühen Montagmorgen in ihre Gewalt gebracht hätten. Zunächst war von bis zu zwölf Entführten die Rede gewesen.

Die Identitäten von vier der sechs Verschleppten seien anhand von Indizien am Tatort und Gegenständen festgestellt worden, die in Fahrzeugen vor dem Restaurant gefunden worden seien, sagte Almaguer. Es scheine so, als ob die Entführer zu dem vorherrschenden Kartell Jalisco Nueva Generación gehörten, sagte er.

Entführte vermutlich Sinaloa-Mitglieder

Diese Organisation hat sich in dem Bundesstaat zur führenden kriminellen Macht entwickelt. In anderen Teilen Mexikos hat sie zuletzt gegen das mächtige Sinaloa-Kartell um die Vormachtstellung gekämpft. Laut Almaguer sind alle Entführten vermutlich Sinaloa-Mitglieder.

«El Chapo» gilt als der oberste Chef des Sinaloa-Kartells. Er sitzt nach seiner erneuten Festnahme seit Anfang des Jahres wieder im Gefängnis. Experten zufolge hatte sein Sohn Ivan Archivaldo Guzmán nach der erneuten Festnahme seines Vaters im Januar die Kontrolle über Teile von dessen Geschäft übernommen. Zunächst hatten die Behörden nach der Entführung von Puerto Vallarta vermutet, dieser Sohn von «El Chapo» sei von den Kidnappern verschleppt worden.

Suche nach vier Frauen

Wo sich Täter und Opfer befanden, war am Dienstagabend weiter unklar. An der Suche beteiligen sich laut Almaguer örtliche, staatliche und nationale Behörden, darunter auch Marineinfanteristen und Soldaten.

Nach Angaben von Almaguer kamen die sieben Täter in der Nacht zum Montag mit zwei Geländewagen zu dem Restaurant, das an der Hauptstrasse der Stadt liegt. Augenzeugen hätten berichtet, dass vier Frauen in dem Restaurant nicht entführt worden seien. Die Behörden suchten nach ihnen.

Alle Entführten kämen aus den westlichen Staaten Sinaloa, Nayarit und Jalisco, hatte Almaguer bereits zuvor erklärt. Einige von ihnen hätten in Puerto Vallarta Urlaub gemacht. Reiseanbieter in Puerto Vallarta versuchten Gästen zu versichern, dass es sich um einen Sonderfall gehandelt habe.

(SDA)

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