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Sieben heisse Wochen

Auf Bauernregeln geben Meteorologen eigentlich nicht viel. Bei der Siebenschläferregel machen sie aber eine Ausnahme. Und die prophezeit, dass der morgige heisse Sonnentag ein Abbild des ganzen Sommers ist.

So geht es gemäss Siebenschläferregel den ganzen Sommer über weiter: Eine Frau sitzt bei strahlendem Sonnenschein am Seealpsee im Alpstein im Appenzellerland. (23. Juni 2012)
So geht es gemäss Siebenschläferregel den ganzen Sommer über weiter: Eine Frau sitzt bei strahlendem Sonnenschein am Seealpsee im Alpstein im Appenzellerland. (23. Juni 2012)
Keystone
Mario Speck fährt Gummiboot in einem Brunnen in Hundwil AR. (24. Juni 2012 in Hundwil.
Mario Speck fährt Gummiboot in einem Brunnen in Hundwil AR. (24. Juni 2012 in Hundwil.
Keystone
Szene wie am Mittelmeer: Volleyballspieler am Genfersee. (23. Juni 2012)
Szene wie am Mittelmeer: Volleyballspieler am Genfersee. (23. Juni 2012)
Keystone
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Morgen ist Siebenschläfertag, und die alte Bauernregel besagt: «So wie das Wetter am Siebenschläfertag, so es sieben Wochen bleiben mag.» Glaubt man an die Bauernregel, so muss in diesem Sommer vor allem mit Hitze gerechnet werden.

Denn in der Deutschschweiz wird es morgen rund 27 Grad warm, im Wallis und im Tessin darf mit 30 Grad gerechnet werden, wie SF Meteo mitteilte. Die Eintretenswahrscheinlichkeit der Siebenschläferregel liege übrigens bei rund 70 Prozent.

«Ehrbare Meteorologen» würden in der Regel nicht allzu gross auf Bauernregeln setzen, schreibt die Wetterredaktion des Schweizer Fernsehens. Eine Ausnahme bilde aber die Siebenschläferregel.

Nicht immer trockener Sommer

Dahinter verbirgt sich nämlich eine meteorologische Gesetzmässigkeit. Ende Juni, Anfang Juli stabilisiert sich in der Regel der sogenannte Jetstream. Liegt der Jetstream weit im Norden, gibt es in Mitteleuropa in der Regel einen sonnigen und warmen Sommer, liegt der Jetstream weit im Süden, wird es unbeständig und nass.

Der Jetstream ist ein langer Windschlauch in rund zehn Kilometern Meereshöhe mit sehr grossen Windgeschwindigkeiten. Oft werden 200 bis 300 Kilometer pro Stunde erreicht, im Extremfall sind bis 500 Kilometer pro Stunde möglich.

In diesem Jahr liegt er zwar relativ weit im Norden, hat aber starke Ausschläge nach Süden. Entsprechend dürfte es zwar allgemein einen warmen, aber nicht immer trockenen Sommer geben.

Chancen stehen gut

Eine «vernünftige Interpretation» der Siebenschläferregel sei nur möglich, wenn man den durchschnittlichen Witterungsverlauf zwischen dem 27. Juni und den ersten Julitagen als Grundlage nehme: Für die kommenden Tage sei in der ganzen Schweiz mit heissem Wetter zu rechnen mit bis zu 32 Grad. Die Chancen seien gross, dass die kommenden Tage wettermässig ein Abbild des ganzen Sommers werden.

Etwas vorsichtiger sehen es die Wetterfachleute von Meteonews: Da sich die Witterung der letzten Juniwoche oftmals während des Sommers wiederhole, könnte sich der Sommer 2012 als normaler mitteleuropäischer Sommer mit heissen Phasen, aber auch kühleren, wechselhaften Abschnitten zeigen.

SDA/rbi

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