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Sexparty auf Atatürks Schiff

Die Türkei ist empört: Ein ukrainischer Geschäftsmann hat die Jacht des türkischen Staatsgründers Atatürk in ein schwimmendes Bordell verwandelt. Nun zieht der Staat das Schiff ein. Es soll ein Museum werden.

In Verruf geraten: Atatürks Schiff diente zeitweise als Bordell.
In Verruf geraten: Atatürks Schiff diente zeitweise als Bordell.

Nach einem Sexskandal auf einer früheren Jacht des Staatsgründers Mustafa Kemal Atatürk will die türkische Regierung das historische Schiff einziehen. Die Polizei hatte in dieser Woche bei einer Razzia 13 junge Frauen aus Russland und der Ukraine auf dem Schiff aufgegriffen, darunter auch zwei Minderjährige, bei denen es sich um Prostituierte handeln soll. Festgenommen wurden ausserdem mehrere Männer aus Zentralasien.

Das Finanzministerium wolle den Pachtvertrag mit einem Unternehmer für die Jacht «Savarona» aufheben, berichteten nun türkische Zeitungen. Atatürk hatte auf der in Deutschland gebauten «Savarona» 1938 die letzten Monate seines Lebens verbracht. Nun soll es ein Museum werden.

Für 50'000 Dollar im Tag vermietet

Ende der 1980er Jahre verpachtete der türkische Staat das Schiff an den Geschäftsmann Kahraman Sadikoglu, der die «Savarona» modernisierte und für 50'000 Dollar pro Tag an Interessenten vermietete.

Nun sei die Atatürk-Jacht als schwimmendes Bordell eingesetzt worden, berichteten die Zeitungen. Das Finanzministerium wolle deshalb den Vertrag mit Sadikoglu wegen eines Verstosses gegen die Pachtbedingungen lösen. Die Vernehmung von insgesamt 21 Verdächtigen, die auf der Jacht festgenommen wurden, dauert laut Medienberichten noch an.

(dapd)

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