Entführer hatte es auf die 13-Jährige abgesehen

Das seit Monaten in den USA vermisste Mädchen konnte aus einer Waldhütte entkommen. Es verschwand, als ihre Eltern in ihrem Haus erschossen wurden.

Die 13-Jährige verschwand im Oktober aus ihrem Elternhaus.

Die 13-Jährige verschwand im Oktober aus ihrem Elternhaus.

Im Fall des nach fast drei Monaten wieder aufgetauchten 13-jährigen Mädchens in den USA hat die Polizei weitere Details zu ihrer Entführung und der Ermordung ihrer Eltern bekanntgegeben.

Der 21-jährige Tatverdächtige habe die Entführung von langer Hand geplant und es ursprünglich gezielt auf das Mädchen abgesehen, sagte der Polizeichef des Verwaltungsbezirks Barron, Chris Fitzgerald, am Freitag. Die Hintergründe der Tat seien jedoch weiterhin unklar.

Die Eltern des Mädchens waren im Oktober erschossen im Haus der Familie rund 120 Kilometer nordöstlich von Minneapolis aufgefunden worden. Das Mädchen wurde seither vermisst.

Das Mädchen habe sie am Donnerstag in Gordon um Hilfe gebeten, als sie gerade mit ihrem Hund spazieren ging, sagte eine Frau, die anonym bleiben wollte, der Zeitung «Star Tribune». Daraufhin habe sie bei einer Nachbarin geklopft. Diese habe die Polizei verständigt.

Die 13-Jährige war aus einer Hütte in einer Waldgegend entkommen, in der sie der 21-Jährige gefangen gehalten haben soll.

Der Mann, der am Freitag festgenommen worden war, habe die Tat sorgfältig geplant, sagte Fitzgerald. Demnach habe sich der 21-Jährige die Haare wegrasiert, um nicht erkannt zu werden. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung wurden den Angaben zufolge mehrere Waffen gefunden. Darunter sei auch die mutmassliche Tatwaffe gewesen, mit der der Mann die Eltern des Mädchens erschossen haben soll.

Offen sei weiterhin, warum der 21-Jährige die Familie für die Tat ausgewählt hatte. Der junge Mann habe zwar vor knapp drei Jahren in derselben Fleischfabrik wie die Eltern gearbeitet, allerdings nur einen Tag lang. Es gebe keinen Hinweis, dass er in der Fabrik mit den Eltern Kontakt hatte. Nach derzeitigem Ermittlungsstand hatte der Verdächtige vor der Tat niemals mit der Familie zu tun.

Der 13-Jährigen gehe es gut, «soweit es die Umstände erlauben», sagte Fitzgerald. Sie könne das Spital verlassen und habe bereits mit den Ermittlern gesprochen. Ob der Täter dem Mädchen während der Entführung etwas angetan hatte, blieb offen. Das Mädchen wird nun zu Verwandten gebracht.

anf/sda

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