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Sechs Menschen sterben bei Balkoneinsturz

Bei einer Party in der US-Stadt Berkeley kamen sechs Studenten ums Leben. Ein Balkon im fünften Stock hatte sich sich aus der Verankerung gelockert.

Tragisches Unglück: Sechs Menschen sterben bei einem Balkoneinsturz in der US-Universitätsstadt Berkeley. (Video: Reuters)

Während einer Geburtstagsfeier von irischen College-Studenten ist im US-Staat Kalifornien ein Balkon eingestürzt und hat sechs junge Menschen in den Tod gerissen. Sieben weitere Studenten wurden am Dienstag bei dem Unglück in der Universitäts-Stadt Berkeley zum Teil lebensgefährlich verletzt, wie die Polizei mitteilte. Die 13 hatten sich während der Party auf dem Balkon im fünften Stock eines Wohnhauses befunden, als dieser offenbar aus der Verankerung brach. Fünf der Toten sind jeweils 21 Jahre alte Iren, die sechste Person stammte aus Kalifornien und war ein Jahr älter.

Die Polizei hatte eine Stunde vor dem Unglück eine Beschwerde über eine laute Party in dem Gebäude nahe dem Universitätscampus von Berkeley bekommen. Als der Balkon um kurz vor ein Uhr morgens einstürzte, seien die Beamten aber noch nicht vor Ort gewesen, sagte Polizeisprecher Byron White. Polizeichef Michael Meehan sagte, der Ruhestörung war zunächst weniger Beachtung geschenkt worden, weil ein weiterer Notruf von Schüssen an einem anderen Ort in dem Gebiet berichtet habe und diesem Fall eine höhere Priorität eingeräumt worden sei.

Ein neues Gebäude

Der rund 4,5 Quadratmeter grosse Balkon brach komplett ab und fiel auf den darunterliegenden Balkon. Augenzeugen berichteten von einem lauten Knall, der sie an ein Erdbeben erinnerte. Die Party-Gäste stürzten mehr als 15 Meter in die Tiefe. Das Wohnhaus unweit des Campus' war 2007 fertiggestellt worden. Städtische Ermittler verriegelten am Dienstag aus Sicherheitsbedenken die anderen Balkone des Gebäudes, um diese auf ihre Stabilität zu prüfen.

Der irische Aussenminister Charlie Flanagan erklärte, dass in der Wohnung ein 21. Geburtstag gefeiert worden sei. Seine getöteten Landsleute seien zum Studieren von ihren Colleges aus Dublin in die bei Iren äusserst beliebte Universitätsstadt Berkeley nahe San Francisco gekommen. Vier seien noch vor Ort für tot erklärt worden, einer sei im Krankenhaus gestorben. Das sechste Opfer wurde wenig später ebenfalls für tot erklärt. Der irische Präsident Michael Higgings sprach den Familien sein Beileid aus. Er habe mit grosser Trauer von dem Unglück in Berkeley gehört. Seine Gedanken seien bei den Angehörigen, erklärte Higgings.

Auch Premierminister Enda Kenny zeigte sich schockiert. Es sei ein schrecklicher und trauriger Vorfall zum Beginn eines Sommers voller Abenteuer gewesen, den die jungen Iren in den USA erleben wollten, sagte Kenny vor Abgeordneten in Dublin.

SDA

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